Wirtschaft: Norderstedt braucht den A7-Anschluss

Wirtschaft fordert Autobahnanschluss Norderstedt-Mitte

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08. Juni 2011, 07:30 Uhr

Lübeck | Der Wirtschaftsbeirat Segeberg der IHK zu Lübeck hat seine Forderung zum Bau einer Anschlussstelle Norderstedt-Mitte an der A 7 erneuert. In der von IHK-Vicepräses Bernd Jorkisch geleiteten Sitzung betonten die Unternehmens-Vertreter die Bedeutung so einer Anbindung an das Fernstraßennetz sowie die Entlastung der Hauptverkehrsadern Norderstedts, der Bundesstraßen 432 und 433.

Bevor der Wirtschaftsbeirat einen erneuten Appell an die Stadt richtet, startet die IHK eine Umfrage. Jorkisch: "Wir sind davon überzeugt, dass die Betriebe mehrheitlich unsere Forderung unterstützen." Die Wirtschaft sei auf die starke Nord-Süd-Achse der A 7 angewiesen, so der Beirats-Vorsitzende. Das gelte besonders für Norderstedt, den "wirtschaftlichen Leuchtturm" der Region. Jorkisch würdigte auch die Leistung der Stadt bei der Landesgartenschau (LGS). Den größten Teil der Investitionen in Höhe von 30 Millionen Euro habe Norderstedt aus eigenen Mitteln aufgebracht, so LGS-Geschäftsführer Kai Jörg Evers. Das Geld sei gut investiert, versicherte er. Die LGS trage sich, und die Zahl der Besucher liege bereits über den Prognosen.

Gleichzeitig sei die Landesgartenschau auch Wirtschaftsförderung. Evers: "Wir haben die Straßen im Gewerbegebiet saniert. Das Gelände werden wir als Stadtpark nutzen. Die Freilichtbühne und eine Wasserskianlage werden die Attraktivität des Quartiers erhöhen." Bei der Entscheidung über eine Ansiedlung würden nämlich immer mehr Unternehmen auch die Lebensqualität einbeziehen.

Einen entscheidenden Schritt nach vorn habe auch der Nordostkreis gemacht, sagte Jorkisch. Mit der Einstellung von Markus Trettin als Wirtschaftsmentor des Zweckverbandes Mittelzentrum gewinne der Standort Bad Segeberg-Wahlstedt-Fahrenkrug-Schackendorf an Profil. Schon jetzt wären 13 000 Arbeitnehmer im Mittelzentrum beschäftigt. Durch die Entwicklung, Ausweisung und Vermarktung von Gewerbeflächen will Trettin die Ansiedlung weiterer Betriebe fördern. "Ich bin der zentrale Ansprechpartner für Unternehmen und kümmere mich um alle Anliegen", sagte er vor dem Wirtschaftsbeirat.

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