Polizei sucht Wilderer : Wieder totes Reh in Wesselburen: "Das ist Tierquälerei hoch zehn"

Das erste Opfer des Jagdwilderers: Diese Ricke geriet in die ausgelegte Drahtschlinge und strangulierte sich.

Das erste Opfer des Jagdwilderers: Diese Ricke geriet in die ausgelegte Drahtschlinge und strangulierte sich.

Ein Wilderer legt in Wesselburen Drahtschlingen aus, in denen sich Rehe verfangen und qualvoll verenden.

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12. Oktober 2018, 15:48 Uhr

Wesselburen | Nachdem bereits Anfang Oktober ein Reh durch die ausgelegte Schlinge eines Jagdwilderers zu Tode gekommen ist, verendete nun im Wesselburener Biotop (Kreis Dithmarschen) ein weiteres Tier: Rund 500 Meter unweit des letzten Tatortes in dem Biotop in der Eiderstedter Straße fand ein junger Rehbock qualvoll den Tod. Auch er geriet in eine ausgelegte Drahtschlinge und strangulierte sich. Insgesamt neun Schlingen fanden die Beamten der Polizei Wesselburen in dem Biotop.

Holger Ehlers von der Kreisjägerschaft Dithmarschen-Nord hat beide getöteten Tiere sowie weitere Schlingen gefunden und sagt: "Die Schlinge hat sich in seinem Gehörn verfangen, der Rehbock muss sich über Stunden dort gequält haben. Das ist Tierquälerei hoch zehn." In 38 Jahren als Jäger in Wesselburen habe er so etwas noch nicht erlebt.

Der jetzt gefundene Rehbock verfing sich mit seinem Gehörn in der Schlinge und quälte sich vermutlich mehrere Stunden, bevor er verendete.
Holger Ehlers

Der jetzt gefundene Rehbock verfing sich mit seinem Gehörn in der Schlinge und quälte sich vermutlich mehrere Stunden, bevor er verendete.

Die Polizei sucht unterdessen weiter dringend nach Zeugen, die Hinweise auf den oder die Wilderer geben können. Zeugen, die verdächtige Personen oder Fahrzeuge beobachtet haben, bittet die Polizei sich unter der Telefonnummer 04833/42875 melden.

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