Hitze in SH : Wasserwerke am Limit: Technische Kapazitäten könnten an Grenzen stoßen

Trotz der Hitzewelle gibt es keinen Wassermangel, nur die großen geforderten Wassermengen könnten zum Problem werden.

shz.de von
02. August 2018, 20:24 Uhr

Kiel | Trotz tagelanger Hitze und Dürre ist die Versorgung mit Trinkwasser in Schleswig-Holstein nicht gefährdet. Dies ergab eine Anfrage Schleswig-Holstein bezieht sein Trinkwasser zu 100 Prozent aus dem Grundwasser und nicht wie andere Bundesländer aus Oberflächengewässern, sagte die Sprecherin des Umweltministeriums, Jana Ohlhoff.

Nach ihren Worten sinken die Grundwasserstände im Sommer in der Regel immer. Anhand der Werte der landesweit etwa 800 Messstellen seien bislang aber noch keine extrem tiefen Wasserstände dokumentiert worden. Auch das Niveau der Tiefststände zum Ende eines Sommers sei noch nicht erreicht. Ein dramatischer Rückgang durch die aktuelle Witterung sei daher nicht zu erwarten. Das Sozialministerium, der Feuerwehrverband und der Gemeindeverband teilten die Einschätzung des Umweltressorts zur Gesamtlage.

Dennoch könne es bei den Wasserwerken zu Versorgungsschwierigkeiten kommen, sagte Ohlhoff. Anhaltende Hitze und Trockenheit führten in Privathaushalten und der Landwirtschaft zu hohem Wasserverbrauch. In Spitzenzeiten könnten die technischen Kapazitäten bei der Wasserbereitstellung dann an Grenzen stoßen. Aus diesem Grund sollte der Wasserverbrauch laut Umweltministerium aktuell auf das Nötigste beschränkt werden.

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