Verdi : Warnstreiks: Angestellte im öffentlichen Dienst legen Arbeit nieder

Streik

In Kiel nahmen die Arbeiter am Landhaus an einer Kundgebung teil. 

24 Stunden sollen die Demonstrationen dauern. Betroffen ist unter anderem die Schleusenanlage in Kiel-Holtenau.

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20. März 2018, 11:39 Uhr

Kiel | In Schleswig-Holstein haben Beschäftigte von Kommunalverwaltungen und Bundeseinrichtungen am Dienstag einen 24-stündigen Warnstreik begonnen. Betroffen sind vor allem kommunale und Bundeseinrichtungen.

Schon am frühen Morgen legten Mitarbeiter der Wasser- und Schifffahrtsverwaltung in der Schleusenanlage in Kiel-Holtenau die Arbeit nieder. Der Schifffahrt auf dem Nord-Ostsee-Kanal stand damit keine Schleuse zur Verfügung, wie das Wasser- und Schifffahrtsamt mitteilte.

Auch betroffen sind das Flensburger Kraftfahrtbundesamt, die Zivilverwaltung der Bundeswehr, der Arbeitsagentur (aber nicht im Jobcenter), der Zoll sowie die Bundespolizei. Des Weiteren legten die Mitarbeiter der Müllabfuhr und in den Rathäusern legen ihre Arbeit nieder.

In Kiel blieben die Kitas geschlossen und auch dort wurde der Müll nicht abgeholt.

Zu den landesweiten Warnstreiks und Demonstrationen hatte der gewerkschaftliche Dachverband „dbb Beamtenbund und Tarifunion“ aufgerufen. Verdi und GEW forderten zudem ihre Mitglieder regional zu Warnstreiks auf. Hintergrund ist der Tarifstreit im öffentlichen Dienst der Kommunen und des Bundes. Am Vormittag trafen sich in der Landeshauptstadt mehr als tausend Teilnehmer zu einer Menschenkette, sagte dbb-Sprecher Michael Eufinger.

Die Gewerkschaften fordern für die bundesweit rund 2,3 Millionen Beschäftigten in den Kommunen und beim Bund sechs Prozent mehr Geld, mindestens aber 200 Euro im Monat. Die Arbeitgeber lehnen den geforderten Mindestbetrag ab. Eine abschließenden Verhandlungsrunde soll am 15. und 16. April stattfinden.

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