Kommentar zu sinkenden Einbruchszahlen : Vorsorge der Bürger in SH bleibt wichtig

Die Zahl der Einbrüche und Versuche sank mit 5492 Fällen auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. 2016 hatte die Polizei noch 6965 Einbrüche registriert, 2015 sogar 9095 Fälle.
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Die Zahl der Einbrüche und Versuche sank mit 5492 Fällen auf den niedrigsten Stand seit fünf Jahren. 2016 hatte die Polizei noch 6965 Einbrüche registriert, 2015 sogar 9095 Fälle.

Bürger bekommen ein Gefühl von Sicherheit vermittelt. Die Aufklärung bleibt aber schwierig, meint Frank Jung.

fju_maj_0203 von
15. Februar 2018, 06:48 Uhr

Die Trendwende beim Wohnungseinbruch ist deshalb so wichtig, weil sie dem Bürger ganz konkret ein Gefühl höherer Sicherheit vermittelt. Denn es geht nicht um Taten in irgendwelchen abseitigen Milieus, sondern mitten im Alltag von Otto Normalbürgern. Und nur vordergründig spielt bei diesem Delikt allein Sachschaden eine Rolle. Ist es Ungebetenen gelungen, ins allerheiligste Private einzudringen, wähnen sich die Opfer auch über diese Einzeltat hinaus verletztlich. Seelisch eine Belastung und ein Nährboden, um ganz allgemein das Vertrauen in den Schutz der Staatlichkeit zu untergraben. Das kann unser Land politisch so gar nicht gebrauchen.

Es ist gar nicht lange her, da schien es über Jahre angesichts steigender Fallzahlen, als hätte die Polizei den Kampf gegen Einbrecher verloren. Die Täterstrukturen haben sich in Form von Banden mehr und mehr professionalisiert. Beifall dafür, dass sich jetzt zeigt: Die Fahnder sind doch nicht machtlos, wenn sie erst einmal in neue Konzepte und Ressourcen investieren. 

Nicht ausblenden darf man allerdings, dass die Aufklärung der verbliebenen Taten schwierig bleibt: Festnahmen in nur 126 von 5492 Fällen sind eine magere Quote. Bürger tun also weiter gut daran, das Förderprogramm des Landes für Sicherheitstechnik am eigenen Haus als Ansporn zu nehmen, Einbrüchen selbst vorzubeugen.

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