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Fehmarn : Vier tote Ostsee-Schweinswale angeschwemmt

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Traurige Funde auf Fehmarn: Auf der Ostseeinsel sind vier Schweinswale tot gefunden worden. Einer von ihnen war ein seltener weißer Wal.

Fehmarn | Auf Fehmarn sind binnen einer Woche vier tote Ostsee-Schweinswale angeschwemmt worden. Darunter war nach Angaben der Gesellschaft zur Rettung der Delphine (GRD) auch ein extrem seltener weißer Wal, der am 8. September gefunden wurde. Weltweit seien in den letzten 100 Jahren nur 14 Sichtungen von weißen Schweinswalen bekannt geworden, sagte Biologin Denise Wenger am Donnerstag.

"Mehrere tiefe Einschnitte vor allem im Schwanz des weißen Schweinswals könnten von einer Schiffsschraube herrühren. Doch ob die Kollision mit einem Schiff und die Verletzungen die Todesursache waren oder erst nach dem Tod passierten, ist noch nicht geklärt. Der Wal wurde aber für weitere Untersuchungen geborgen", erklärt Denise Wenger, Biologin der GRD.

Die Schweinswale in der Ostsee gelten als stark gefährdet; eine genetisch unterschiedliche Population im Osten zählt nur noch etwa 300 Individuen und steht kurz vor dem Aussterben. Dennoch verendeten viele der Wale als ungewollter Beifang in Grundstellnetzen, sagte Wenger. Auch der zunehmende Schiffsverkehr, der Bau von Offshore-Windparks und Munitionssprengungen bei der Verlegung von Unterwasserkabeln beeinträchtigen ihren Lebensraum und gefährdeten ihr Überleben.

Die 1991 vom dreifachen Weltumsegler Rollo Gebhard in München gegründete Gesellschaft setzt sich nach eigenen Angaben mit weltweiten Projekten für den Schutz wild lebender Delfine ein. Dazu gehört unter anderem das SAFE-Programm für delfinsicher gefangenen Thunfisch.

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erstellt am 19.Sep.2013 | 13:37 Uhr

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