Schnee und Glätte : Winterdienst in SH gerüstet: 30.000 Tonnen Salz für die Straßen im Land

Blick in die Halle mit dem Streusalz: Der Winter kann kommen.

Blick in die Halle mit dem Streusalz: Der Winter kann kommen.

Die Salzlager sind gefüllt, die Maschinen in Schuss: Der Winter auf den Straßen in Schleswig-Holstein kann kommen.

shz.de von
22. November 2018, 14:11 Uhr

Schwentinental | Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) sieht die Straßenmeistereien in Schleswig-Holstein gerüstet für den Winterdienst. „Wir haben gut 30.000 Tonnen Streumittel im ganzen Land eingelagert“, sagte Buchholz am Donnerstag bei einem Besuch der Straßenmeisterei in Schwentinental (Kreis Plön). „Wir sind also gut vorbereitet, um in die Wintersaison zu gehen.“

Bei winterlicher Witterung wollen die Mitarbeiter auf den 492 Autobahn-Kilometern im Land einen Streu- und Räumdienst rund um die Uhr sicherstellen. Auf allen anderen wichtigen Straßen werde zwischen 3 und 22 Uhr nach Bedarf geräumt und gestreut, sagte der Direktor des Landesbetriebs Straßenbau und Verkehr Torsten Conradt.

Bernd Buchholz sieht die Straßenmeistereien gut vorbereitet.
Marcus Dewanger

Bernd Buchholz sieht die Straßenmeistereien gut vorbereitet.

 

Die 26 Autobahn- und Straßenmeistereien beschäftigen gut 600 Straßenwärter. Sie können auf 109 Fahrzeuge, 454 Schneepflüge und 35 Schneefräsen zurückgreifen. Das gesamte Straßennetz umfasst mehr als 8000 Kilometer (492 Kilometer Autobahnen, 1429 Kilometer Bundesstraßen, 3529 Kilometer Landesstraßen und 2684 Kilometer Kreisstraßen)

In den vergangenen fünf Jahren kostete der Winterdienst im Schnitt 10,4 Millionen Euro, im witterungsbedingt arbeitsreichen Winter 2017/2018 waren es rund 16 Millionen. Im vergangenen Winter wurden gut 875.000 Kilometer gestreut. Dabei verteilte der Winterdienst in den rund 600.000 Arbeitsstunden mehr als 53.000 Tonnen Salz und gut 18.000 Tonnen Salzsole auf den überörtlichen Straßen. Allein das Salz kostete laut Landesbetrieb 4,8 Millionen Euro. „Weiter schlagen über drei Millionen Euro für die Fahrzeuge zu Buche. Hinzu kommen weitere Kosten für externe Helfer in Höhe von knapp vier Millionen Euro“, sagte Conradt.

Hamburger Winterdienst auf Saison vorbereitet

Mit rund 900 Mitarbeitern will auch der Winterdienst der Hamburger Stadtreinigung die Fahrbahnen in dieser Saison räumen und streuen. Rund 3300 Kilometer „verkehrswichtige“ Straßen und 660 Kilometer Rad- und Fußwege (ohne Anlieger) sowie 8300 „Zebrastreifen“ und mehr als 4000 Bushaltestellen will der Dienst freimachen, wie die Stadtreinigung am Donnerstag mitteilte.

Sie wies daraufhin, dass auf Gehwegen mit Anliegern die Grundstückseigentümer verantwortlich für die Räumung seien. Hier dürfe allerdings kein Salz gestreut werden, sondern nur Stoffe wie Sand oder Splitt verwendet werden. In den Lagerhallen der Stadtreinigung gibt es Platz für rund 17.000 Tonnen Streusalz.

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