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Schleswig-Holstein : Verkehrschaos an Weihnachten? Worauf sich Reisende einstellen müssen

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Feiertage und ein langes Wochenende stehen an. shz.de mit Tipps für alle, die Weihnachten nicht zu Hause bleiben.

Kiel | Die Feiertage in diesem Jahr fallen aufs Wochenende - und liegen für Berufstätige damit so ungünstig wie selten. Doch nicht nur die Arbeitnehmer leiden darunter, sondern auch alle Weihnachtspendler, die Auto oder Zug nehmen müssen, um ihre Familien zu besuchen. Zumal in diesen Tagen außerdem in ganz Deutschland die Winterferien beginnen.

Weil viele noch bis einschließlich Freitag, den 23. Dezember, arbeiten müssen, dürfte es vor allem an diesem Tag auf den Straßen und in den Bahnen besonders eng werden. „Der 23. wird heftig werden“, sagt auch Bahn-Sprecher Egbert Meyer-Lovis. Der Freitag sei ohnehin immer der frequentierteste Tag der Woche - vor dem langen Wochenende wird es demnach doppelt problematisch. Die Bahn habe an diesem Tag mit alle verfügbaren Wagen und Züge auf der Schiene, zudem seien wesentlich mehr Mitarbeiter im Einsatz.

Doch wie können sich die Reisenden vorbereiten? „Wir raten, unbedingt einen Sitzplatz zu reservieren“, so Meyer-Lovis. Wer keinen hat, müsse unter Umständen die ganze Fahrt über stehen - und gerade vor den Feiertagen sei das ja nicht wünschenswert. Sich von vornherein einen anderen Reisetag auszusuchen, müsste aber nicht sein. „Reisende checken am besten im Internet, ob für ihre Wunschverbindung noch Plätze frei sind. Wenn nicht, dann aber vielleicht eine Stunde früher oder später“, sagt der Bahnsprecher. Eine andere Möglichkeit wäre, auf eine alternative Zugverbindung umzusteigen.

Übrigens: Freie Platzwahl haben dafür alle, die am Abend des 24. Dezember im Zug unterwegs sind.

Für alle, die volle Züge vor den Feiertagen meiden wollen, könnte tatsächlich das Auto die bessere Wahl sein. Zumindest Ulf Evert vom ADAC in Kiel sieht für Freitag und das folgende Wochenende keine besondere Staugefahr in Schleswig-Holstein - auch wenn das Verkehrsaufkommen wohl etwas größer sein wird als sonst. „Ich glaube nicht, dass es einen Kollaps geben wird, das bleibt entspannt“, meint er. Zumindest auf den Autobahnen - in allen Innenstädten dürften die Autos dafür Stoßstange an Stoßstange stehen. „Wer noch die letzten Geschenke kaufen muss, sollte also besser aufs Fahrrad umsteigen.“

Und auch Flugreisenden sei geraten, mehr Zeit einzuplanen, denn auch am Hamburger Flughafen starten zu den Feiertagen mehr Flieger als sonst. Gepäckabfertigung bis Passkontrolle - das alles wird länger dauern.

So oder so: „Wichtig ist einfach, dass sich alle Reisende vor Reiseantritt gründlich über ihre Strecke informieren und sie so auf die Verkehrslage reagieren können“, sagt Evert.

Für alle, die Geld sparen wollen, haben Fernbusse möglicherweise noch günstigere Tickets im Angebot - auf einigen Strecken sind sie auch mit mehr Fahrzeugen als sonst unterwegs. Flixbus beispielsweise fährt zur Weihnachtszeit und zum Jahreswechsel öfter. Von Mitte Dezember bis Anfang Januar werden auf vielen Verbindungen Doppeldecker mit mehr Sitzplätzen sowie zusätzliche Busse eingesetzt, teilt der Anbieter mit. Durch den Sonderfahrplan ändern sich manche Abfahrtzeiten: Zu Heiligabend fahren Busse etwa vor allem morgens und mittags statt abends ab. Kapazitäten erhöht Flixbus zum Beispiel auf Strecken von und nach Berlin. Der Sonderfahrplan ist online bereits freigeschaltet. Weitere Kontingenterhöhungen seien aber auch noch kurzfristig möglich, erklärt eine Sprecherin.

Die Deutsche-Bahn-Tochter IC Bus fährt über die Feiertage im regulären Betrieb. Es gebe weder einen Feiertagsfahrplan noch zusätzliche Fahrten, erklärte eine Bahnsprecherin auf Anfrage. Der Anbieter DeinBus weist auf seiner Webseite darauf hin, dass vom 19. Dezember bis 8. Januar ein Weihnachtsfahrplan gilt, durch den sich Abfahrtszeiten ändern können.

Alle wichtigen Infos und aktuelle Verkehrsinformationen finden Sie jederzeit auf shz.de/verkehr.

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<p>Anna-Kathrin Gellner</p> von
erstellt am 16.Dez.2016 | 20:11 Uhr

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