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Punkte-Reform : Umstellung: Es wird eine lange Nacht im KBA

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Am 1. Mai startet die neue Punkte-Reform. Im KBA in Flensburg bereitet man sich auf eine lange Nacht vor.

shz.de von
erstellt am 26.Apr.2014 | 11:52 Uhr

Flensburg | In der Nacht vom 30. April zum 1. Mai werden im Kraftfahrtbundesamt (KBA) in Flensburg die Lichter nicht ausgehen. Dann werden die IT-Experten die Programme starten, die alle Einträge im Verkehrszentralregister in das neue Punktesystem übertragen. KBA-Sprecher Stephan Immen: „In Projektform ist die Umstellung schon mehrfach erfolgreich simuliert worden. Wir sind sicher, dass alles klappt.“ Aus bis zu drei alten Punkten wird einer in der neuen Kartei. Gelöscht werden jene Punkte, die nach neuem Recht nicht mehr eingetragen werden würden. Der Verband für bürgernahe Verkehrspolitik geht davon aus, dass die Anzahl der in Flensburg registrierten Sünder deshalb am 1. Mai von etwa neun auf acht Millionen sinken wird.

Und so funktioniert es: Am 30. April wird der aktuelle Punktestand aller registrierten Verkehrssünder erfasst, dann starten die Rechner ihre Arbeit. Die Software dafür hat das IT-Referat im Kraftfahrtbundesamt selbst entwickelt. „Unser Haus hat einfach hervorragende Kenntnisse von IT für Verwaltungsaufgaben“, so Immen.

Nach der Umrechnung kann jeder Autofahrer, der seinen Punktestand kennt, auf der Internetseite kba.de prüfen, ob für ihn alles richtig gelaufen ist. „Den Fall, dass plötzlich jemand mehr Punkte hat als rechnerisch vorgesehen, halte ich allerdings für ausgeschlossen“, so der Sprecher.

Die Reform sieht man im KBA positiv. „Einer unserer Mitarbeiter hat sie 2009 auf dem Verkehrsgerichtstag in Goslar angestoßen, seitdem haben wir Entwicklung intensiv begleitet.“ Vor der Einführung des Verkehrszentralregisters vor 40 Jahren habe es jährlich 21 000 Tote auf den Straßen gegeben. „Ich möchte nicht wissen, wie es heute ohne Sanktionen aussehen würde“, sagt Immen. „Wenn die Punkte bewirken, dass Autofahrer weniger risikobereit fahren, ist viel gewonnen.“

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