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A7-Ausbau : Startschuss in Hamburg: Dauerbaustelle eröffnet

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Die A7 wird zur Dauerbaustelle – und es wird eng. Die vorbereitenden Arbeiten haben in Hamburg an der Langenfelder Brücke begonnen. shz.de zeigt mögliche Umgehungsstrecken.

shz.de von
erstellt am 04.Mai.2014 | 09:31 Uhr

Hamburg | Eine der aufwendigsten Autobahn-Ausbaumaßnahmen im Norden hat am Montag in Hamburg begonnen. An der Langenfelder Brücke im Verlauf der A7 im Stadtteil Stellingen seien vorbereitende Arbeiten im Gange, sagte eine Sprecherin des projektführenden Unternehmens Deges. Beeinträchtigungen gab es dadurch zunächst nicht: Der Autobahn-Verkehr sei zum Wochenauftakt ganz entspannt gewesen, hieß es aus der Verkehrsleitzentrale. In dem Bauabschnitt ging es zunächst um eine veränderte Beschilderung sowie eine Verbesserung des Standstreifens, damit dieser später als Fahrbahn genutzt werden kann. Das wird von Ende Juni an erforderlich, wenn zunächst die östliche Brückenhälfte in Fahrtrichtung Flensburg abgerissen wird.

Auf schleswig-holsteinischem Landesgebiet beginnt die erste Baustelle voraussichtlich Ende 2014/Anfang 2015 mit dem sechs Kilometer langen Stück zwischen Bordesholm und Neumünster Nord. Wann die anderen Teilabschnitte auf dem rund 60 Kilometer langen Autobahnabschnitt dran sind, entscheidet sich im Juni. Der ADAC stellt sich schon jetzt auf arbeitsreiche Jahre ein. „Wir rechnen mit einem hohen Stauaufkommen“, sagt Ulrich Klaus Becker, Vorsitzender des ADAC Schleswig-Holstein.

Wie Sie die A7 am besten umfahren können, zeigt folgende Karte:

 

Die A7 ist mit fast 1000 Kilometern die längste Autobahn in Deutschland - und im staugeplagten Raum Hamburg eine der am stärksten befahrenen. In den kommenden acht Jahren wird sie ausgebaut, um den Verkehrsfluss zu verbessern. Die Brücke, auf der die A7 Bahnanlagen und eine vielbefahrene Straße quert, wird in Etappen abgerissen, so dass während der Bauarbeiten der Verkehr auf verengten Fahrstreifen über sie geführt werden kann. Die Vorbereitungen bis zum Abbruch-Start dauern nach Angaben der Projektleitung bis 24. Juni. Vom 22. Mai an wird der Verkehr in beiden Richtungen nach außen an den Fahrbahnrand geleitet, um Arbeiten am Mittelstreifen zu erledigen. In mehreren Nächten werden dann die Autobahnabschnitte zwischen den Anschlussstellen Stellingen und Volkspark (24.-25. Mai und 25.-26. Mai) beziehungsweise zwischen Volkspark und Bahrenfeld (26.-27. Mai) gesperrt. Ab Ende Juni 2014 wird der Verkehr dann mit allen sechs Spuren - drei je Richtung - auf die westliche Brückenhälfte verlegt.

Nach dem für 2018 geplanten Abschluss der Brückenerneuerung, für die 80 Millionen Euro veranschlagt sind, sollen die Autos dann auf acht Spuren rollen. Im angrenzenden Schleswig-Holstein beginnt der Ausbau der Autobahn von vier auf sechs Spuren zwischen dem Bordesholmer Dreieck und der Landesgrenze zu Hamburg im Herbst dieses Jahres. Das soll 340 Millionen Euro kosten.

 

Auch Bernd Rothe von der Deges, der staatseigenen Deutschen Einheits Fernstraßenplanungs- und -bau GmbH, die für die Planung und Überwachung des Projekts zuständig ist, rechnet mit Stau: „Jedes Auto, das in dieser Zeit nicht auf der A7 fährt, hilft uns schon.“

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