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Mehrere Verletzte bei Unfällen : Schnee und Glätte in SH und Hamburg

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Schneefall und vereiste Fahrbahnen haben vor allem in Schleswig-Holstein für Unfälle gesorgt. Das befürchtete Chaos ist ausgeblieben.

shz.de von
erstellt am 23.Jan.2016 | 14:36 Uhr

Kiel/Hamburg | Bei Verkehrsunfällen wegen Eisglätte und Schnee sind in Schleswig-Holstein und Hamburg mehrere Menschen leicht verletzt worden. Ein Verkehrschaos in der Nacht zum Samstag und am Samstagvormittag wegen des angekündigten Blitzeises sei aber weitgehend ausgeblieben, sagten Polizeisprecher. In Schleswig-Holstein habe es bis Samstagvormittag insgesamt 41 Glätteunfälle mit sieben Leichtverletzten gegeben.

Bei Kiel kam es zu acht Unfällen, bei Elmshorn und Lübeck zu rund zehn Unfällen. In Flensburg fielen in der Nacht zwischen fünf und zehn Zentimeter Schnee. Der gefürchtete Eisregen blieb rund um Flensburg aus. Die Autofahrer haben sich den Verkehrsverhältnissen in der Nacht und am Morgen offenbar gut angepasst: Zu schweren Unfällen kam es durch den Wintereinbruch nicht. Und auch die Räumdienste waren mit allen verfügbaren Kräften im Einsatz, um die Straßen zu räumen.

Autofahrer mühten sich in der Nacht die Toosbüystraße in Flensburg hoch.
Autofahrer mühten sich in der Nacht die Toosbüystraße in Flensburg hoch. Foto: Sebastian Iwersen

Auf der Autobahn 7 zwischen Jagel und Owschlag (Kreis Rendsburg-Eckernförde) kam ein Lastwagen von der Straße ab und rutschte in einen Graben. Der Fahrer sei unverletzt geblieben, sagte ein Polizeisprecher. Ebenfalls auf der A7 fuhr zwischen Bad Bramstedt und Kaltenkirchen (Kreis Segeberg) ein Lastwagen in der Nacht wegen Glätte gegen die Mittelleitplanke. Der Fahrer erlitt einen Schock. Ein Teilstück der Autobahn wurde wegen des Unfalls gesperrt, der Verkehr zunächst über einen Autobahnparkplatz an der Unfallstelle vorbeigeleitet.

Bei einem Glätte-Unfall auf der Autobahn 23 zwischen Hohenfelde und Horst (Kreis Steinburg) ist am Samstagmorgen ein Mensch leicht verletzt worden. Die Autobahn sei wegen des Unfalls zeitweise gesperrt worden, sagte eine Polizeisprecherin. Der Fahrer war demnach offenbar auf der linken Spur gefahren, ins Schleudern geraten und gegen die Mittelleitplanke geprallt. Auch auf der A23 wurde zwischen Albersdorf und Heide (Kreis Dithmarschen) am Samstagvormittag ein Mensch leicht verletzt. Die Autobahn war in Richtung Norden deswegen zunächst voll gesperrt.

Auch in Hamburg gab es einige Glätteunfälle. Dabei sei aber niemand verletzt worden, sagte ein Polizeisprecher. Insgesamt 900 Einsatzkräfte waren mit 350 Räumfahrzeugen in der Nacht zum Samstag auf den Hauptstraßen unterwegs, berichtete ein Sprecher der Hamburger Stadtreinigung. Bei Schnee sei es leichter, die Straßen zu räumen, als bei Eisregen, sagte der Sprecher der Stadtreinigung. Das Streusalz wirke auf dick vereisten Fahrbahnen viel langsamer.

Eis und Schnee haben den Bahnverkehr in Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg Vorpommern bis zum Samstagmorgen bislang nicht beeinträchtigt. Es habe keine Probleme gegeben, sagte eine Sprecherin der Bahn. Wegen Eisregens, Schnee und Frost war zunächst befürchtet worden, dass auf einigen Strecken keine Züge fahren könnten.

Für die nächsten Tage gab der Deutsche Wetterdienst Entwarnung: Für Hamburg und Schleswig-Holstein sagen die Meteorologen überwiegend Plusgrade voraus.

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