Fünfte Kammer : Schleuse in Brunsbüttel: Bau der Kammerwände hat begonnen

Dieses Foto wurde mit einer Drohne aufgenommen. Es zeigt die große Baustelle an der Brunsbütteler Straße aus der Luft.
Foto:
Dieses Foto wurde mit einer Drohne aufgenommen. Es zeigt die große Baustelle an der Brunsbütteler Straße aus der Luft.

Die größte Wasserbaustelle Europas ist nicht ganz im Zeitplan. 2021 soll die fünfte Schleusenkammer trotzdem fertig sein.

shz.de von
13. Januar 2016, 15:40 Uhr

Brunsbüttel | Der Bau der fünften Schleusenkammer in Brunsbüttel geht voran - am Montag wurde mit der Herstellung der Kammerwände begonnen. Angefangen haben die Arbeiter mit der nördlichen Kammerwand.

Die alten Teile der Schleuse in Brunsbüttel sind schon seit Jahren immer wieder ein Sanierungsfall - und sind damit ein Infrastrukturproblem in Schleswig-Holstein. Derzeit laufen in Brunsbüttel die ersten Arbeiten für eine neue große Schleusenkammer. Das mehr als 500 Millionen Euro teure Projekt war zehn Jahre lang diskutiert und geplant worden. Dem Bundesverkehrsministerium zufolge soll die neue Kammer 2021 fertig sein.

„Wenn die nördliche Kammerwand fertig ist - voraussichtlich in etwa sechs bis acht Wochen - erfolgt die Herstellung der Wände für das elbseitige Haupt- einschließlich der Torkammer“, sagte Thomas Fischer vom Wasser- und Schifffahrtsamt Brunsbüttel auf Anfrage von shz.de. Alle Wände müssten auch noch mit Schrägpfählen verankert werden. „Danach beginnt der Bodenaushub in der eigentlichen Schleusenkammer“, so Fischer weiter.

Ende 2020 sollen die ersten Schiffe durch die neue Kammer geschleust werden - wenn alles gut geht. Aktuell sind die Arbeiten, wie schon im November des vergangenen Jahres berichtet, noch nicht so weit wie ursprünglich geplant. Fischer sieht darin allerdings kein Problem. „Bei einem so komplexen Wasserbauvorhaben mit einer Bauzeit von rund sieben Jahren und vielen Besonderheiten kann es im Laufe der Bauarbeiten zu neuen Aspekten und anderen Planungs- und Umsetzungsverläufen kommen“, meint er. Das müsse den Fertigstellungstermin aber nicht unbedingt nach hinten verschieben. „Oftmals können solche Zeiträume im gesamten Bauablauf aufgeholt werden.“

Der Bau der Schleusenkammer ist die größte Wasserbaustelle Europas. Ende 2020 sollen die ersten Schiffe durch sie geschleust werden.
Foto: Schröder

Der Bau der Schleusenkammer ist die größte Wasserbaustelle Europas. Ende 2020 sollen die ersten Schiffe durch sie geschleust werden.

 

Mit einer Passage von rund 42.000 Schiffen jährlich gilt der Nord-Ostsee-Kanal als meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Er erspart den Schiffen die rund 460 Kilometer (250 Seemeilen) längere Passage über den Skagerrak.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen