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Wegen Missachtung des Tempolimits : Rader Hochbrücke: Dauerhafte Radarfalle geplant

vom
Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Viele Lastwagen-Fahrer ignorieren das Tempo-60-Limit – jetzt greift Verkehrsminister Meyer durch.

Rendsburg/Kiel | Schleswig-Holsteins Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) will die Rader Hochbrücke mit einer stationären Radaranlage ausstatten. Rund um die Uhr soll damit das Tempo-60-Limit für Lastwagen kontrolliert werden. Höhere Geschwindigkeiten setzen dem maroden Bauwerk im Zuge der A7 zu. Entsprechende Pläne gab Frank Nägele, Staatssekretär im Verkehrsministerium, jetzt bei einer Veranstaltung in Schacht-Audorf (Kreis Rendsburg-Eckernförde) bekannt. Zuvor hatte Verkehrsminister Meyer seinen Amtskollegen, Innenminister Stefan Studt (SPD), gebeten, die Einhaltung der zulässigen Höchstgeschwindigkeit auf der Brücke durch die Landespolizei konsequent überwachen zu lassen.

In einem Schreiben Meyers an Studt, das unserer Zeitung vorliegt, heißt es: „Leider hat sich gezeigt, dass diese Geschwindigkeitsbegrenzung vielfach nicht eingehalten wird, was zur Verschlechterung des baulichen Zustands und letztlich zu einer Verringerung der mit zwölf Jahren ohnehin schon kurzen Restlebensdauer der Rader Hochbrücke beitragen kann.“

Meyer schlägt die Erprobung der so genannten Abschnittskontrolle („Section Control“) auf der wichtigste Autobahnbrücke des Nordens vor. Das Strecken-Radar soll verhindern, dass Autofahrer vor einem Blitzer kräftig auf die Bremse treten und danach weiter rasen. Im Unterschied zur herkömmlichen Radarfalle ist bei der Abschnittskontrolle das Durchschnittstempo entscheidend, ob eine Strafe fällig wird. Die Fahrzeuge werden über ihr Kennzeichen zeitlich erfasst. Wer die Strecke von beispielsweise drei Kilometern zu schnell absolviert hat, erhält einen Bußgeldbescheid. Die übrigen Kennzeichen werden wieder gelöscht.

In Holland und Österreich wird das Strecken-Radar schon eingesetzt. Als erstes Bundesland testet Niedersachsen die Technik seit kurzem. Ein Datum, wann die Rader Brücke mit der 700.000 Euro teuren Anlage ausgerüstet wird, gibt es noch nicht. Aus dem Verkehrsministerium hieß es, es seien hinsichtlich des Datenschutzes und der Finanzierung noch viele Fragen zu klären.

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