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Beschädigtes Scandlines-Schiff : Puttgarden-Rødby-Fähre fällt mehrere Monate aus

vom
Aus der Onlineredaktion

Die zwischen Fehmarn und Lolland eingesetzte Fähre „Prinsesse Benedikte“ war in der vergangenen Woche bei einem Unfall in einer polnischen Werft havariert und wurde schwer beschädigt.

shz.de von
erstellt am 17.Mär.2015 | 13:11 Uhr

Danzig/Puttgarden | Das bei einem Werftaufenthalt in Polen beschädigte Scandlines-Fährschiff „Prinsesse Benedikte“ wird frühestens in einigen Monaten in den Dienst zurückkehren können. Wie die Sprecherin der deutsch-dänischen Reederei, Anette Ustrup Svendsen, am Dienstag in Kopenhagen erklärte, werde allein die Ermittlung des Schadens und des Unfallhergangs noch mehrere Wochen in Anspruch nehmen: „Wir müssen davon ausgehen, dass die Reparatur anschließend mehrere Monate dauert“, sagte sie.

Bei dem Unfall am vergangenen Mittwoch in der Danziger Reparaturwerft seien zwei Löcher in die Außenhaut des Schiffes gerissen worden und die Fähre sei auf ganzer Länge mit Wasser vollgelaufen, erklärte sie. Auch der Maschinenraum habe unter Wasser gestanden. Der Werftaufenthalt der Fähre hatte eigentlich gerade zu Ende gehen sollen, das Schiff war beim Ausdocken mit dem Schwimmdock gekrängt und dann vom Kielbock gekippt. Ursprünglich sollte die 142 Meter lange Fähre bereits seit diesem Wochenende wieder auf der Fährverbindung zwischen dem deutschen Puttgarden und dem dänischen Rödby verkehren.


Weil das Schiff nun für längere Zeit ausfällt, kann die Reederei auch in den kommenden Monaten nur einen 40-Minuten-Takt auf der Fährverbindung anbieten. Normalerweise verkehren die Fähren in der verkehrsreichen Zeit alle 30 Minuten. „Wir sind dennoch zuversichtlich, dass sich die Wartezeiten im Reiseverkehr über Ostern in Grenzen halten werden“, sagte Ustrup Svendsen.

Dazu sollen die drei verbleibenden Passagierfähren vom Lastwagen-Verkehr entlastet werden, indem die Spezialfähre „Holger Danske“, die normalerweise nur Gefahrguttransporte zwischen Puttgarden und Rödby befördert, nun auch für normale Lkw eingesetzt wird. Die Abfahrten der „Holger Danske“ seien von fünf pro Tag und Richtung auf neun pro Tag und Richtung erhöht worden. Zusätzlich könnten die drei Passagierfähren kurzfristig mit einem Hängedeck für Autos erweitert werden, wenn die Nachfrage hoch sei.„Wir hoffen sehr, dass die Fähre bis zum Sommer wieder zur Verfügung steht“, sagte Ustrup Svendsen: „Aber ob das realistisch ist, wissen wir derzeit selbst nicht.“ Die Vogelfluglinie ist eine von zwei Fährverbindungen zwischen Deutschland und Dänemark, die Überfahrt dauert 45 Minuten. Die andere Verbindung, die ebenfalls von Scandlines betrieben wird, führt von Rostock nach Gedser. Dort dauert die Überfahrt zwei Stunden.

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