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Einfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal : NOK in Brunsbüttel: Zwei Schiffe rammen Schleusenanlage

vom

Ein russischer und ein niederländischer Frachter krachen in die Schleusenanlage. Der Schaden ist hoch.

shz.de von
erstellt am 05.Dez.2016 | 17:15 Uhr

Brunsbüttel | Gleich zweimal haben Schiffe am Wochenende beim Einlaufen die Brunsbütteler Schleusenanlage gerammt. Menschen wurden nicht verletzt, die entstandenen Schäden waren jedoch in beiden Fällen erheblich, wie die Polizeidirektion Itzehoe am Montag mitteilte.

Die beiden rund hundert Jahre alten großen Schleusenkammern in Brunsbüttel sind für den Nord-Ostsee-Kanal von grundsätzlicher Bedeutung. Nur sie sind groß genug für Schiffe mit einer Länge von mehr als 125 Metern.

Am Sonnabendmorgen rammte der russische Frachter „MS Georgiy Ushakov“ beim Einlaufen in die Große Südkammer die Mittelmauer. Der Schiffsrumpf wurde dabei an drei Stellen aufgerissen. Durch die Wucht des Aufpralls wurde auch das Schleusenbauwerk erheblich beschädigt.

Die beschädigte Kaimauer.
Die beschädigte Kaimauer. Foto: Jörg Jahnke
 

Unfallursache waren vermutlich dichter Nebel sowie das schlechte Manövrierverhalten des Schiffes, wie es hieß.

Die am Sonnabend in Brunsbüttel havarierte „Georgiy Ushakov“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Quarnbek. Der russische Frachter konnte seine Fahrt am Montag fortsetzen.
Die am Sonnabend in Brunsbüttel havarierte „Georgiy Ushakov“ auf dem Nord-Ostsee-Kanal bei Quarnbek. Der russische Frachter konnte seine Fahrt am Montag fortsetzen. Foto: Daniel Friederichs
 

Sonntagnacht krachte dann der niederländische Frachter „MS Daan“ beim Einlaufen in die Große Nordkammer gegen das geschlossene Schleusentor. Das Schiff wurde im Bugbereich schwer beschädigt. Unfallursache waren vermutlich technische Probleme mit der Hauptmaschine, hieß es.

Die „Daan“ wurde am Bug schwer beschädigt.
Die „Daan“ wurde am Bug schwer beschädigt. Foto: Jörg Jahnke
 

Ob die Große Nordkammer mit dem verbeulten Schleusentor dem Schiffsverkehr ohne größere Instandsetzungsarbeiten weiter zur Verfügung steht, ist zunächst unklar.

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