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Strassenverkehr in SH : Mehr Unfälle, aber weniger Tote

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Während die Zahl der Unfälle mit Verletzten bundesweit 2013 sank, stieg sie in Schleswig-Holstein an. Die Polizei ist alarmiert: Immer mehr Autofahrer telefonieren beim Fahren.

Kiel | Die gute Nachricht zuerst: Auf den Straßen in Schleswig-Holstein sind nach vorläufigen Zahlen des Statistikamtes Nord im vergangenen Jahr acht Menschen weniger ums Leben gekommen als 2012. Trotzdem starben noch 103 Männer und Frauen, darunter acht Kinder und Jugendliche. Bundesweit kamen 3339 Menschen ums Leben – 261 (7,2 Prozent) weniger als noch ein Jahr zuvor.

Gemessen an der Einwohnerzahl war das Risiko, im Straßenverkehr zu sterben, in Brandenburg mit 69 Todesopfern je eine Million Einwohner am größten. Weit unter dem Bundesdurchschnitt von 41 Getöteten pro Million Einwohner liegen wegen ihrer Siedlungsstruktur nach wie vor die Stadtstaaten, aber auch Nordrhein-Westfalen mit 27 Getöteten je eine Million Einwohner. In Schleswig-Holstein liegt der Wert bei 36.

Im Gegensatz zum Bundestrend, wo die Zahl der Unfälle mit Verletzten im vergangenen Jahr um 2,7 Prozent sank, stieg die Zahl in Schleswig-Holstein um 1,5 Prozent auf 15.268 an. „Damit bestätigt sich der Trend der vergangenen Jahre“, sagt Lothar Gahrmann, Sprecher des Landespolizeiamtes in Kiel. Er zeigt sich erfreut, dass vor allem die Zahl der Todesopfer unter den 18- bis 24-Jährigen um rund ein Drittel auf 17 gesunken ist. „Das ist die Hauptrisikogruppe im Verkehr.“ Bundesweit ging die Zahl der Todesopfer in dieser Altersgruppe um 22,2 Prozent zurück. 

Auch die Zahl der bei Motorradunfällen Getöteten sank – in Schleswig-Holstein um 14,3 Prozent. Aber auch hier stieg die Zahl der Unfälle mit Verletzten im Vergleich zum Vorjahr an – wenn auch nur um zwei Prozent auf 914. Am Donnerstag will Landesinnenminister Andreas Breitner (SPD) die offizielle Unfallstatistik für Schleswig-Holstein in Kiel vorstellen.

Sorge macht der Polizei die Zahl derjenigen Autofahrer, die mit Handy oder Smartphone am Ohr unterwegs sind. In Schleswig-Holstein werden jährlich mehrere Tausend Fälle geahndet, die Zahl steigt laut Polizeisprecher Gahrmann leicht an. „Die Dunkelziffer der Handytelefonierer ist jedoch irre hoch.“ Es sei für die Polizei schwer zu ermitteln, ob ein Unfallfahrer telefoniert habe. „Je mehr wir kontrollieren, desto mehr Fälle haben wir auch“, so Gahrmann weiter. Dass Autofahrer immer noch Strafen riskieren, wundere ihn. „Eine Freisprecheinrichtung kostet doch nicht viel.“

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erstellt am 26.Feb.2014 | 06:44 Uhr

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