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Planungsstau : Medien: Baubeginn auf A7 stockt bis 2015

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Die Uhren ticken in SH langsamer als geplant: Durch die späte Auswahl des Baukonsortiums ist der Zeitplan für Norddeutschlands wichtigste Baustelle ins Wanken geraten.

Hamburg | Auf der Internetseite des Verkehrsministeriums hieß es vor wenigen Tagen noch, der Ausbau der A7 von jetzt vier auf zukünftig sechs Spuren solle im September starten. Einem Bericht des Hamburger Abendblatts zufolge wird daraus aber nichts. Der Baubeginn verzögert sich um etwa ein halbes Jahr. Die verantwortlichen Behörden gehen allesamt davon aus, dass erst ab Frühjahr 2015 auf der Strecke gearbeitet wird.

„Bei der Auswahl des Bauträgers gab es Verzögerungen“, schrieb das Planungsamt des Kreises Segeberg jetzt allen anliegenden Städten und Gemeinden. Bisher gibt es noch nicht einmal schriftliche Verträge. „Dies hat zur Folge, dass die Detail- und Zeitplanung der einzelnen Baumaßnahmen entsprechend später feststehen wird und bis dahin noch keine belastbaren Aussagen durch den Bauträger zum konkreten Bauablauf gemacht werden können“, heißt es weiter. Die Unterzeichnung des Vertragswerks ist laut Medienberichten erst für Ende August, bzw. Anfang September geplant. Erst dann kann auch mit einer detaillierten Baustellenplanung begonnen werden.

Von einem Baubeginn im September ist bei den Ministerien und den Kommunen entlang der geplanten Strecke zwischen Hamburg und dem Bordesholmer Dreieck keine Rede mehr. Laut Bericht der „Welt“ soll die Öffentlichkeit erst mit dem neu anvisierten Start im Februar oder März 2015 über die Einzelheiten im Bauablauf informiert werden. Doch selbst der neue Termin gilt als vage.

Etta Weiner, Sprecherin der Bundes-Planungsgesellschaft Deges, bestätigte gegenüber dem Hamburger Abendblatt zwar, dass mit einem Baubeginn nun erst Ende 2014 oder Anfang 2015 zu rechnen sei, eine Abweichung vom Zeitplan sehe sie derzeit jedoch nicht: „Bisher laufen alle Termine im Vergabeverfahren planmäßig.“ Planung und Bau hat die Deges an das Konsortium Via Solutions Nord deligiert. Die Kosten für das 340-Millionen-Projekt übernehmen die Essener selbst – dafür darf das Unternehmen nach Fertigstellung des Abschnitts 30 Jahre lang die Lkw-Mautgebühren kassieren.

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erstellt am 08.Aug.2014 | 12:06 Uhr

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