Neubau statt Reparatur am NOK : Marode Schleusenkammern in Kiel sollen ersetzt werden

Ein- und Ausfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal: Auch für die Sanierung der Holtenauer Schleusen sind nicht genug Leute da, heißt es aus Dobrindts Ressort.
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Ein- und Ausfahrt in den Nord-Ostsee-Kanal: Die Schleusen in Kiel-Holtenau.

Am Nord-Ostsee-Kanal sollen mit Bundeshilfe zwei neue Schleusenkammern gebaut werden. Startschuss ist im Herbst 2018.

shz.de von
05. März 2016, 12:08 Uhr

Kiel | Am Nord-Ostsee-Kanal in Kiel wird einem Medienbericht zufolge 2018 mit dem Bau von zwei neuen Schleusen begonnen. Der Bund habe beschlossen, rund 240 Millionen Euro zu investieren, um die beiden kleinen Schleusenkammern abzureißen und neue zu bauen, berichteten die „Kieler Nachrichten“.

Das Bundesverkehrsministerium habe die Pläne demnach bereits am Donnerstagabend bestätigt. An der 1895 erbauten Schleusenanlage bestehe nach wie vor Einsturzgefahr. 2013 waren tiefe Risse im Mauerwerk festgestellt worden; 2014 wurden die Schleusen vorübergehend komplett gesperrt. Sanierungskosten hatten sich auf rund 60 Millionen Euro summiert. „Es war aber irgendwann klar, dass das Bauwerk so marode ist, dass wir es nicht mehr in Betrieb nehmen können“, sagte Hans-Heinrich Witte, Präsident der Generaldirektion Wasserstraßen und Schifffahrt gegenüber den „Kieler Nachrichten“.

Im Herbst 2018 solle in Kiel mit den ersten Arbeiten begonnen werden. Am anderen Ende des Kanals, in Brunsbüttel, entstehe derzeit bereits eine lange geforderte fünfte Schleusenkammer.

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