zur Navigation springen

NOB, AKN, NEG, HKX und Nordbahn : Lokführer-Streik der GDL: Diese Privat-Bahnen fahren in SH und HH weiter

vom

Die Lokführergewerkschaft GDL geht aus Ganze: Vier Tage lang sollen die Personenzüge still stehen. Unternehmensverbände im Norden haben wenig Verständnis. Gut für Reisende: Einige Bahnunternehmen im Norden fahren weiter.

Bahnreisende im Norden müssen tief Luft holen: Auf die Kunden der Deutschen Bahn kommt nach dem Willen der Lokführergewerkschaft GDL der längste Streik in der Geschichte des Unternehmens zu. Von Donnerstag, 2 Uhr, an wollen die Lokführer im Personenverkehr bundesweit für vier Tage die Arbeit niederlegen. Im Güterverkehr beginnt der Ausstand schon an diesem Nachmittag um 15 Uhr.

DGB-Nord-Chef Uwe Polkaehn fordert die GDL auf, in einer Tarifgemeinschaft mit der Eisenbahn- und Verkehrsgewerkschaft EVG zu vernünftigen Lösungen zu kommen. „Gewerkschaftliche Tarifkämpfe sind auch ohne Rosinenpickerei einzelner Berufsgruppen möglich.“ Ein geordnetes gemeinsames Vorgehen der Gewerkschaften verhindere auch, dass die Gegner der Gewerkschaften den Unmut der Bahnfahrer und Pendler zusätzlich schüren könnten. „Deshalb ist jetzt höchste Zeit, eine Tarifgemeinschaft zu bilden“, sagte der Vorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes Nord (DGB Nord).

Die Unternehmensverbände in Hamburg und Schleswig-Holstein forderten die Lokführergewerkschaft GDL auf, ihren angekündigten Streik abzusagen. Ein solcher Streik hätte für die Norddeutsche Wirtschaft gerade im Güterverkehr erhebliche negative Auswirkungen, sagte UVNord-Hauptgeschäftsführer Michael Thomas Fröhlich in Hamburg. Gerade für die Logistikdrehscheibe Hamburg und die gesamte Metropolregion wären die Auswirkungen fatal, sagte Fröhlich.

Während des geplanten Streiks haben Reisende in Schleswig-Holstein trotzdem Chancen, zumindest auf einigen Strecken einen Zug zu bekommen. Wie die landesweite Verkehrsservicegesellschaft am Dienstag in Kiel mitteilte, bieten mehrere Bahnunternehmen Zugverbindungen an. Die Nord-Ostsee-Bahn fährt von Hamburg-Altona über Husum nach Westerland. Außerdem bietet die NOB zahlreiche Busverbindungen an. Die Nordbahn fährt von Neumünster Richtung Büsum sowie Richtung Bald Oldesloe. Die AKN fährt von Neumünster Süd bis Ulzburg Süd, von dort bis Hamburg-Eidelstedt. Zwei anderen Verbindungen führen von Ulzburg Süd nach Elmshorn beziehungsweise Norderstedt Mitte. In Nordfriesland bietet die NEG Züge von Niebüll nach Dagebüll Mole an, wo Schiffsfähren nach Amrum und Föhr ablegen.

Auch die Züge der Hamburg-Köln-Express GmbH (HKX) sind nach Unternehmensangaben vom Streik nicht betroffen. „Wir fahren wie gewohnt nach unserem normalen Fahrplan“, sagt HKX Geschäftsführer Carsten Carstensen. Während des GDL-Streiks wird der Hamburg-Köln-Express GmbH (HKX) mit längeren Zügen fahren. „Wir werden am Wochenende unsere Kapazitäten erhöhen, um möglichst vielen Fahrgästen eine Alternative zu bieten“, sagt Carstensen. „Die Nachfrage ist hoch.“

Die Hauptverbindungen von Hamburg nach Kiel, Lübeck und Flensburg werden nur von der DB betrieben. Die DB wolle aber wie beim vorangegangenen Streik einen Notfahrplan mit etwa einem Drittel des normalen Fahrplans anbieten, sagte eine Sprecherin.

zur Startseite

von
erstellt am 05.Nov.2014 | 07:58 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen