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Verkehr : Kontrollen in SH: Polizei stoppt 104 Alkohol- und Drogenfahrten

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Über 8000 Autofahrer wurden kontrolliert. Den Beamten machen eine Vielzahl von Vorfällen mit über 1,1 Promille sorgen.

Kiel | Schleswig-Holsteins Landespolizei hat bei einwöchigen Kontrollen 104 Fahrer aus dem Verkehr gezogen, die unter Einfluss von Alkohol (54) oder Drogen (50) unterwegs waren. „Wir sehen einen Trend bestätigt, dass die Anzahl der Fahrten unter Einfluss von Betäubungsmitteln inzwischen fast genauso hoch ist wie die unter Einfluss von Alkohol“, sagte am Dienstag Axel Behrends, der im Landespolizeiamt für die Verkehrssicherheit zuständig ist.

Haschisch, Speed, Crystal Meth: Immer öfter kracht es im Straßenverkehr in Schleswig-Holstein, weil  Autofahrer unter Drogeneinfluss stehen. Nachdem die Zahl der von ihnen verursachten Unfälle bereits  2014 um 24 Prozent und im vergangenen Jahr um 38 Prozent nach oben geklettert ist, beobachten die Ordnungshüter eine Fortsetzung des Trends. Bereits bis Mitte Dezember 2016 betrug die Zahl der Unfälle, bei denen andere Rauschmittel als Alkohol im Spiel waren, 181. 2015 waren es inklusive dem ganzen Dezember 196 Fälle.

Von Montag bis Sonntag vergangener Woche hatten die Polizeidirektionen insgesamt 8226 Fahrer kontrolliert. Bei einem wurden 2,38 Promille gemessen. „Abgesehen von solchen Höchstwerten macht uns eine Vielzahl von Werten Sorgen, die über der Grenze von 1,1 Promille liegen“, sagte Behrends.

In einem Fall hatte sich ein 18-Jähriger festgefahren und Freunde zu Hilfe gerufen, um das Auto zu befreien. Die Freunde informierten die Polizei. Die Beamten stellten dann nicht nur fest, dass der Mann mit falschen Kennzeichen unterwegs war, sondern auch 2,36 Promille aufwies. Zudem war das Auto nicht zugelassen und nicht versichert. In insgesamt 44 Fällen waren die Fahrer ohne Fahrerlaubnis unterwegs.

Im vergangenen Jahr kamen im Norden acht Menschen bei Unfällen ums Leben, bei denen Alkohol und Drogen am Steuer eine Rolle spielten. 1489 Verkehrsunfälle wurden laut Polizei durch Rauschmittelkonsum verursacht. Dabei gab es fast 900 Verletzte.

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erstellt am 20.Dez.2016 | 13:08 Uhr

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