Ab dem Wintersemester 2019/20 : Jamaika-Koalition bringt landesweites Semesterticket auf den Weg

Reizvoller Gedanke, besonders bei schlechtem Wetter: Kostenlos mit dem Bus von A nach B.
So bald wie möglich sollen Verhandlungen mit den betroffenen Hochschulen und Verkehrsunternehmen aufgenommen werden.

50.000 Studenten sollen von dem Ticket profitieren. Zum Start soll es 99 Euro kosten und auch in Hamburg gelten.

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31. März 2018, 12:04 Uhr

Kiel | Nach langjährigen Diskussionen will die Kieler Jamaika-Koalition ein landesweites Studententicket für Busse und Bahnen einführen. Ab dem Wintersemester 2019/20 sollen die mehr als 50.000 Studenten in Schleswig-Holstein zu einem Einführungspreis von 99 Euro die öffentlichen Verkehrsmittel im Land nutzen können und auch den innerstädtischen öffentlichen Nahverkehr in der Stadt Hamburg, teilten die Fraktionen von CDU, FDP und Grünen in einer gemeinsamen Presseerklärung am Samstag mit.

Nach einem Jahr soll der Preis auf 119 Euro steigen. Das Land werde das Semesterticket mit einer Risikoabdeckung von mehreren Millionen Euro fördern.

Das Semesterticket ist bereits seit einigen Jahren ein Thema in der landespolitischen Diskussion. Mit der Einigung der Jamaika-Fraktionen ist das Projekt auf den Weg gebracht, aber noch nicht unter Dach und Fach. „Bei der Konzeption ist darauf zu achten, dass ein preisgünstiger Tarif gefunden wird“, sagte Lukas Kilian von der CDU-Fraktion. Dazu müssten so bald wie möglich Verhandlungen mit den betroffenen Hochschulen und Verkehrsunternehmen aufgenommen werden.

Kilian sowie seine Kollegen Andreas Tietze von den Grünen und Kay Richert von der FDP bewerteten ihre Initiative als eine Maßnahme zur Steigerung der Attraktivität Schleswig-Holsteins als Studienort sowie echten Anreiz, vom Auto auf den öffentlichen Nahverkehr umzusteigen.

Die Mitglieder der von der Landes-Asten-Konferenz Schleswig-Holsteins (LAK SH) beauftragten „Projektgruppe Semesterticket“ sehen den Handlungswillen der Jamaika-Koalition grundsätzlich positiv. „Letztendlich ist eines ganz klar: Es sind die Studierendenschaften, die einen Vertrag mit den Verkehrsunternehmen eingehen. Dies bedeutet auch, dass die Entscheidung, ob das Ticket kommt, bei den Studierenden in Schleswig-Holstein sowie den Verkehrsunternehmen des Landes, und nicht bei der Landesregierung liegt“, sagt Sprecher Hennig Evers. Es sei in jedem Fall begrüßenswert, dass das Land mit einer Anschubfinanzierung ganz wesentlich zur Einführung eines landesweiten Semestertickets beitragen will.

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