zur Navigation springen

Sicherheit im Strassenverkehr : Fußgänger leben in Lübeck und Kiel gefährlich

vom

80 deutsche Großstädte wurden für den Städtecheck 2014 untersucht. Ergebnis: In Lübeck müssen Fußgänger besonders aufpassen.

Lübeck/Berlin | In keiner anderen Stadt in Deutschland leben Fußgänger so gefährlich wie in Lübeck. Zwischen den Jahren 2009 bis 2013 verunglückten in der Hansestadt im Durchschnitt 5,34 Personen pro Jahr und 1000 Menschen Werktagsbevölkerung – das sind die jeweiligen Einwohner einschließlich der Pendler. So lautet das Ergebnis eines „Städtechecks 2014“ des Verkehrsclubs Deutschland (VCD), der die Entwicklung in 80 deutschen Großstädten untersuchte.

Zunehmend gefährdet sind Fußgänger auch in Kiel, wo die Zahl der Verunglückten je 1000 Einwohner in den vergangenen fünf Jahren um 6,76 Prozent auf 4,24 anstieg.

Insgesamt sollten nach Meinung des VCD mehr als die Hälfte der deutschen Städte mehr für die Sicherheit von Fußgängern im Straßenverkehr tun. In den vergangenen Jahren sei zwar sehr viel für Radfahrer getan worden, viele Städte hätten aber die Fußgänger etwas vernachlässigt, sagte Sicherheitsreferentin Anja Hämel. Dabei gebe es viele Möglichkeiten, um Innenstädte sicherer zu machen: Kreuzungen sollten übersichtlicher gestaltet werden. Kleine Hindernisse in Straßen und Kreisverkehre ließen Autofahrer langsamer fahren.  „Je mehr Fußgänger unterwegs sind, desto sicherer wird es.“ Autofahrer seien dann aufmerksamer.

Häufige Unfallursachen sind laut den vom VCD ausgewerteten Statistiken falsches Abbiegen von Autofahrern und zu schnelles Fahren. 2013 verunglückten im Straßenverkehr in ganz Deutschland 31.364 Fußgänger. 557 Fußgänger starben bei Unfällen (2012: 520). Mehr als jeder zweite von ihnen war älter als 65 Jahre. Insgesamt gab es 3339 Unfalltote. Im Durchschnitt sind pro Jahr 4,6 Fußgänger pro 1000 Einwohner und Pendler verunglückt.

zur Startseite

von
erstellt am 10.Sep.2014 | 09:48 Uhr

Gefällt Ihnen dieser Beitrag? Dann teilen Sie ihn bitte in den sozialen Medien - und folgen uns auch auf Twitter und Facebook:

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen