Reisewelle : Ferienbeginn in SH: Staus und voller Flughafen erwartet

Bereits am Nachmittag ist auf den Autobahnen im Norden mit Staus zu rechnen. Der Landesfeuerwehrverband erinnert an Rettungsgassen.

shz.de von
17. Juli 2015, 15:18 Uhr

Kiel/Hamburg | Mit dem Ferienstart in mehreren Bundesländern brauchen Autofahrer und Flugreisende am Wochenende auch im Norden Geduld. Staus auf den Straßen wurden zum Start ins Wochenende besonders von Freitagnachmittag an erwartet.

Auf dem Flughafen in Hamburg blieb es am Freitag mit 226 Flügen und etwa 27.000 Passagieren noch „relativ normal“, wie eine Sprecherin berichtete. Die erwarteten insgesamt 352 Starts am Wochenende seien hingegen „total überdurchschnittlich“.

Im Norden konnten bereits die Schüler in Hamburg in ihre sechswöchigen Sommerferien starten. Für die Schüler in Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern war am Freitag der letzte Schultag.

Passend zum Start in die Ferien hat der Landesfeuerwehrverband an Autofahrer appelliert, in Staus Rettungsgassen freizuhalten. Nur so könnten Einsatzkräfte bei Unfällen schnell Hilfe leisten, sagte der stellvertretende Verbandsvorsitzende Ralf Kirchhoff am Freitag. Die Regel sei ganz einfach, sagte er. „Fahrzeuge auf der rechten Fahrspur fahren ganz nach rechts, die auf der linken Spur ganz nach links“, sagte er. Bei drei Fahrspuren je Richtung müsse die Gasse zwischen der linken und der mittleren Spur gebildet werden.

Die Rettungsgasse ist in Deutschland seit 1982 vorgeschrieben. Autofahrer, die sich nicht daran halten, müssen mit einem Verwarnungsgeld von 20 Euro rechnen. „In Österreich werden uneinsichtige Autofahrer dagegen mit bis 2180 Euro zur Kasse gebeten“, sagte Kirchhoff. Der Standstreifen werde von den Einsatzkräften ungern benutzt, weil er oft nicht auf ganzer Länge ausgebaut sei und zudem unvermutet durch liegengebliebene Fahrzeuge blockiert sein könne, sagte er.

Am Sonntag müssen Autofahrer mitten im Sommerreiseverkehr auf der wichtigen Ost-West-Achse A2 mit starken Verkehrsbehinderungen rechnen. Die Autobahn wird bei Hannover komplett gesperrt, kündigte die Verkehrsmanagementzentrale Niedersachsen an. Grund ist die Entschärfung von drei möglichen Bombenblindgängern aus dem Zweiten Weltkrieg. Von 9 Uhr morgens an ist die Strecke Richtung Dortmund betroffen. Ab 12 Uhr sind dann auch die Gegenfahrbahnen in Richtung Berlin dicht. Die Sperrungen sind bisher bis 20 Uhr geplant. In Langenhagen neben der A2 werden insgesamt drei Verdachtspunkte untersucht. Dort werden Blindgänger vermutet. In allen drei Fällen wird sich erst bei den Baggerarbeiten zeigen, ob es sich tatsächlich um alte Bomben handelt.

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