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Neue Studie : Fehmarnbelt-Tunnel: Zustimmung in Hamburg und SH größer als Ablehnung

vom

Nur 19 Prozent der Befragten lehnen den Ostseetunnel ab. Sie fürchten mehr Verkehr und Umweltschäden durch die Querung.

shz.de von
erstellt am 05.Mai.2017 | 18:35 Uhr

Tremsbüttel | Die Akzeptanz für den geplanten Fehmarnbelttunnel ist in Schleswig-Holstein und Hamburg laut einer Umfrage deutlich größer als die Ablehnung des Projektes. 43 Prozent der Befragten waren grundsätzlich für den Tunnel, 19 Prozent dagegen und 36 Prozent unentschlossen, ergab eine repräsentative Umfrage im Auftrag des Vereins Beltoffen, der Industrie- und Handelskammer (IHK) Schleswig-Holstein und der dänischen Stiftung Femern Belt Development.

Dänemark finanziert den über sieben Milliarden Euro teuren Tunnelbau allein. Deutschland muss die Straßen- und Schienenanbindung auf seinem Territorium bezahlen. Das könnte 2,5 Milliarden Euro kosten. Während die Befürworter die wirtschaftlichen Chancen betonen, kritisieren Naturschützer das Vorhaben vehement und führen dafür sowohl ökologische als auch ökonomische Gründe an.

Für die am Freitag veröffentlichte Umfrage hatte das Möllner Meinungsforschungsinstitut Ipsos zwischen Ende Februar und Mitte März 1000 zufällig ausgewählte Bürger in Schleswig-Holstein und Hamburg telefonisch befragt. Die Befürworter begründeten ihre Zustimmung vor allem mit den erwarteten besseren Verkehrsverbindungen, dem Zusammenwachsen Europas und den Verbesserungen auf dem Arbeitsmarkt.

Die Gegner der Verkehrsprojektes nannten dagegen Angst vor Umweltschäden und vor mehr Verkehr in der Region als Gründe. Der Vorsitzende des Vereins Beltoffen, Björn Prölß, sagte deutsche und dänische Unterstützer des Projektes müssten ihr Engagement verstärken, um die Zustimmung auf eine noch breitere Basis zu stellen.

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