Statt Brücke : Fehmarnbelt: Tunnel wieder in der Diskussion

Die  Fehmarnsundbrücke, 963 Meter lang und im Jahr 1963 eröffnet,  wird oft wegen Sturms gesperrt.
Die Fehmarnsundbrücke, 963 Meter lang und im Jahr 1963 eröffnet, wird oft wegen Sturms gesperrt.

Wenn der Tunnel unter dem Fehmarnsund 2021 fertig ist, wird der "Kleiderbügel" zum Engpass. Deshalb wird auch ein Tunnel vom Festland nach Fehmarn geprüft.

shz.de von
21. Februar 2014, 13:35 Uhr

Der Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags hat Bundesverkehrsminister Alexander Dobrindt aufgefordert, einen neuen Zeit- und Kostenplan für den Ausbau der Hinterlandanbindung zum geplanten dänischen Fehmarnbelt-Tunnel vorzulegen. Dabei soll CSU-Politiker Dobrindt auch prüfen, ob die gut 50 Jahre alte deutsche Fehmarnsundbrücke durch einen Tunnel ersetzt oder ergänzt werden soll.

Der schleswig-holsteinische Verkehrsminister Reinhard Meyer (SPD) hat für den neuen Bundesverkehrswegeplan ab 2015 ebenfalls ein Ergänzungs- oder Ersatzbauwerk für die Sundbrücke angemeldet und dabei sowohl die Option für eine Brücke als auch für einen Tunnel offen gelassen. Die denkmalgeschützte Sundbrücke wird der steigenden Belastung durch den Zugverkehr nach Fertigstellung des Belt-Tunnels im Jahr 2021 nicht mehr gewachsen sein.

Zudem wird sie dann zum Engpass: Während der Rest der Vogelfluglinie zwischen Hamburg und Kopenhagen ab 2021 fast durchgängig vier Autospuren und ab 2028 auch zwei Bahngleise aufweisen wird, führen über die Sundbrücke nur zwei Spuren und ein Gleis. Zudem muss sie bei Sturm oft gesperrt werden.

Die Kosten für den Ausbau der Hinterlandanbindung beziffert der Bund bisher auf gut 800 Millionen Euro, der Bundesrechnungshof dagegen auf bis zu 1,7 Milliarden Euro. In den Zahlen sind die voraussichtlich rund 500 Millionen Euro für eine neue Querung des Fehmarnsunds noch nicht enthalten.
 

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