Verkehr in SH : Dobrindt bezahlt nun doch Straßenprojekte in Schleswig-Holstein

Der Ausbau der B5 bei  Itzehoe und der B207 bis zum Fehmarnbelt: Der Bund sichert die Finanzierung von acht Projekten zu. Bei sechs Projekten muss zunächst jedoch das Baurecht vorliegen.

Unser Hauptstadtkorrespondent Hening Baethge von
23. Juli 2015, 10:12 Uhr

Kiel/Berlin | Verkehrsminister Alexander Dobrindt hat dem Kieler Ministerpräsidenten Torsten Albig zugesagt, dass der Bund alle acht Straßenbauprojekte  in Schleswig-Holstein finanzieren wird, die Albig für Dobrindts jüngstes Programm angemeldet hat. Zwar werden aus diesem 2,7-Milliarden-Euro-Paket tatsächlich nur wie berichtet Lärmschutzwände an der A1 bei Sereetz und der A215 in Kiel für insgesamt 70 Millionen Euro bezahlt.

Doch schreibt CSU-Politiker Dobrindt jetzt an SPD-Mann Albig: „Zu den weiteren angesprochenen Projekten kann ich Ihnen mitteilen, dass die Finanzierung auch dieser Maßnahmen grundsätzlich gesichert ist, sobald das  Baurecht vorliegt.“ Das soll laut Albig bei allen sechs Projekten noch dieses Jahr der Fall sein.

Im einzelnen geht es um den Ausbau der B5 bei  Itzehoe, der B207 bis zum Fehmarnbelt, der A21 von Stolpe nach Nettelsee und der A215 in Kiel. Zudem soll die B202 bei Osterrönfeld ebenfalls Lärmschutzwände erhalten und die A21 zwischen Bornhöved und Stolpe saniert werden.

Spielraum für diese Investitionen entsteht künftig nicht zuletzt deshalb, weil Dobrindt 144  Millionen Euro aus der Anschubzahlung des Bundes für den schon  laufenden privat finanzierten Ausbau der A7 nicht auf Schleswig-Holsteins Länderquote im  Straßenbau anrechnen will, wie er schreibt. 

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