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Verkehrsprojekte in SH : Die neue Rader Hochbrücke kann kommen

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B5-Ausbau, Rader Hochbrücke und Rendsburger Kanaltunnel - Staatssekretär Ferlemann hat für mehr Klarheit über den Stand wichtiger Verkehrsprojekte gesorgt. shz.de mit Fragen und Antworten rund um die Projekte.

B5, Rader Hochbrücke und Rendsburger Kanaltunnel: Dauerbrenner der schleswig-holsteinischen Verkehrsinfrastruktur beschäftigen den Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU), bei seinem Besuch im Norden.  Er war am Montag in Rendsburg und Struckum zu Gast.

Welche Neuigkeiten hatte Ferlemann im Gepäck? shz.de mit Fragen und Antworten rund um die Verkehrsprojekte.

Wann soll der Kanaltunnel fertig sein?

„Wir sind bestrebt, dass wir den Tunnel Ende 2016 fertig haben, so dass er die volle Verkehrsleistung wieder erbringt", sagte Ferlemann am Montag.

Wann soll die neue Rader Hochbrücke stehen?

Bezüglich der Rader Hochbrücke sei die Bundesregierung bemüht, die Planungen so zu beschleunigen, dass rechtzeitig in zwölf Jahren eine neue Brücke steht. Dazu gehöre auch die juristische Prüfung eines Vorschlags der Landesregierung, das Projekt in die sogenannte Planungsbeschleunigung zu bringen - ein Gesetz, das für die A1 gemacht wurde. Da aber bereits im letzten Jahr von zwölf Jahren gesprochen wurde, bleiben genau genommen nur noch elf Jahre.

Nach dem Willen der Länder soll daher für Klagen gegen die Baugenehmigungen das Bundesverwaltungsgericht erste und einzige Instanz sein.

Wie soll der Neubau der Rader Hochbrücke fertiggestellt werden?

Neben der alten Brücke wird zunächst die erste Seite des Ersatzbauwerks errichtet. „Sobald wir darauf einen vierstreifigen Verkehr sicherstellen können, reißen wir die alte Brücke ab“, sagte Ferlemann. Daraufhin werde das Ersatzbauwerk um die zweite Hälfte ergänzt.

Wie ist der Stand bei dem Ausbau der B5?

Der Ausbau der Bundesstraße 5 ist seit über 50 Jahren Thema an Schleswig-Holsteins Westküste. Jetzt scheint es langsam auf die Zielgerade zu gehen: Die Finanzierung sei kein Problem, sagte am Montag der Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium, Enak Ferlemann (CDU).

Auch im neuen Bundes-Verkehrswegeplan 2015 bis 2030, der im Herbst vorgestellt wird, werde die B5 wieder ganz vorne stehen: „Weil wir das als wichtig einschätzen für die Wirtschaft und den Tourismus“, sagte Ferlemann in Struckum (Kreis Nordfriesland) beim „B5-Gipfel“. „Wenn Baurecht da ist, wird der Bund finanzieren.“

Wo liegen die Probleme beim Ausbau?

Bei der Planung gehe „Gründlichkeit vor Schnelligkeit“, meinte Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD). Er versprach jedoch, dass trotz einiger Rückschläge bei den Planungen in den früheren Jahren der Ausbau der B5 vom Land mit Hochdruck vorangetrieben werde.

„Wir haben sowohl die nötige Änderung des Planfeststellungsbeschlusses für die Ortsumgehung Hattstedt-Bredtstedt in Arbeit als auch den dreistreifigen Ausbau der Strecke zwischen Tönning und Husum“, sagte Meyer.

Gegen die 2009 eingeleiteten Planung der Ortsumgehung Hattstedt-Bredstedt gab es laut Meyer insgesamt acht Klagen, von denen sich inzwischen fünf Klagen durch Nachbesserungen erledigt haben. Der erste der insgesamt vier Abschnitte für den dreistreifigen Ausbau der B 5 zwischen Husum und Tönning befindet sich seit Ende 2013 in der Planfeststellung, die anderen drei Abschnitte sind in Vorbereitung und liegen zur Zeit dem Bund zur Genehmigung vor, sagte Meyer.

Er bat um Verständnis, dass er angesichts der laufenden Klageverfahren gegen den B-5-Ausbau keine konkreten Termine für den Beginn der jeweiligen Bauabschnitte benennen wolle.

Was sagt die Opposition zu den B5-Plänen?

Die CDU-Fraktion forderte die Regierungskoalition in diesem Zusammenhang auf, nach mehr als zweieinhalb Jahren im Amt „endlich zu der mit ihren Ämtern verbundenen Verantwortung (zu) stehen.“ Stark sei die Albig-Regierung nur im Erfinden immer neuer Ausreden für das eigene Versagen, sagte der verkehrspolitische Sprecher der CDU-Fraktion, Hans-Jörn Arp.

Der Stellvertretende Vorsitzende und verkehrspolitische Sprecher der FDP-Landtagsfraktion, Christopher Vogt, verlangt von der Landesregierung, die Ausbaupläne stärker voran zu treiben: „Der Kreis Nordfriesland und die Westküste brauchen endlich eine verlässliche Perspektive für den Ausbau. Mit einer ausgebauten B5 würde Nordfriesland als Wohn- und Wirtschaftsstandort deutlich attraktiver werden und insbesondere der Tourismus als wichtiger Arbeitgeber in der Region würde profitieren.“

 

 

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erstellt am 16.Feb.2015 | 12:37 Uhr

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