Weiterbau der Küstenautobahn : Deges übernimmt die Planung der A20

Der Ausbau der A20 stockt weiterhin.

Der Ausbau der A20 stockt weiterhin.

Der Einstieg der staatlichen Planungsgesellschaft kostet das Land einen sehr niedrigen zweistelligen Millionenbetrag.

Unser Hauptstadtkorrespondent Hening Baethge von
19. Dezember 2017, 09:57 Uhr

Berlin/Kiel | Die staatliche Planungsgesellschaft Deges übernimmt ab dem kommenden Jahr den Weiterbau der Küstenautobahn A20 vom Land Schleswig-Holstein. Zwar steigt die vom Bund und etlichen Ländern getragene Deges normalerweise nicht in laufende Planungsverfahren ein – doch macht sie bei der A 20 jetzt nach Informationen von shz.de eine Ausnahme.

Ein Sprecher des Kieler Verkehrsministers Bernd Buchholz sagte am Montag auf Anfrage, dass sich das Landeskabinett am heutigen Dienstag mit dem Auftrag an die Deges befassen werde. Er bestätigte eine Einigung aber noch nicht.

Allerdings hatte FDP-Politiker Buchholz gleich nach seinem Amtsantritt vor einem halben Jahr deutlich gemacht, dass er einen Einstieg der Deges in das Autobahnprojekt begrüßen würde, weil sein eigener Landesbetrieb Straßenbau und Verkehr sich dann stärker um die Sanierung von Bundes- und Landesstraßen kümmern könne. „Wir brauchen jede Form von professioneller Hilfe, wenn wir den Infrastrukturausbau im Land beschleunigen wollen“, hatte Buchholz erklärt. 

Der Einstieg der Deges kostet das Land dem Vernehmen nach einen sehr niedrigen zweistelligen Millionenbetrag. Dass es nicht teurer wird, liegt an der neuen zentralen Autobahngesellschaft des Bundes: Die übernimmt ab 2021 ohnehin vom Land die Zuständigkeit für die Planung von Autobahnen und muss dann auch die Deges bezahlen.

Der Weiterbau der A20 in Richtung Westen stockt seit langem bei Bad Segeberg. Gegen mehrere Abschnitte sind Gerichtsverfahren anhängig. Die rot-grün-blaue Küstenampel hatte zuletzt nur noch auf Sparflamme weitergeplant – unter anderem, weil auf der Trasse besonders geschützte Zwergschwäne entdeckt worden waren.

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