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Blitzer am Straßenrand : Blitzmarathon in SH: Diese Geräte kommen zum Einsatz

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Fuß auf dem Gas, um nicht zu spät zu kommen, und dann das: ein greller Blitz vom Straßenrand. Welche Geräte beim Blitzmarathon in Schleswig-Holstein an der Straße stehen, stellt shz.de vor.

Am 18. September findet zum zweiten Mal ein Blitzmarathon in Schleswig-Holstein statt. Ab sechs Uhr morgens werden an 76 Stellen im ganzen Land Geschwindigkeitsmessungen vorgenommen. Aber welche Geräte werden dabei verwendet? shz.de hat nachgefragt.

Handmessgeräte

Jenoptik Robot LAVEG

Wo sind die Autofahrer in SH oft zu schnell unterwegs?
Der Robot Laveg ist ein älteres Modell, von dem die Herstellerfirma keine digitalen Fotos hat. Foto: Michael Staudt
 

Das fernglasähnliche Messgerät kann im mobilen Einsatz Geschwindigkeiten bis auf 350 Meter Entfernung messen. Mit seiner siebenfachen Vergrößerung sind auch nicht angelegte Gurte und im Sommer TÜV- oder ASU-Marken auf rund 200 Meter Entfernung erkennbar.

Jenoptik Robot TraffiPatrol

Robot TraffiPatrol
Robot TraffiPatrol Foto: Jenoptik
 

Die Laserpistole TraffiPatrol XR wir dann eingesetzt, wenn spontan und ohne lange Vorbereitungszeit gemessen werden soll. Für die mobile Geschwindigkeitsmessung hat die Pistole eine Reichweite von über 1000 Metern. Damit ist die Laserpistole so gut wie unsichtbar für Auto- und Motorradfahrer.

Wer glaubt, bei Sonnenschein vom Gerät nicht erfasst zu werden, der irrt: Die Digitaltechnik kann selbst aus großer Entfernung reflektierende Kennzeichen erkennen. Bei Regenwetter haben Autofahrer aber auch keine Möglichkeit, der Messung zu entkommen. Wegen eines digitalen Rauschfilters haben Raser selbst bei schlechtem Wetter keine Chance.

Beim Blitzmarathon wird außerdem das Vorgängermodell der TraffiPatrol, der Robot LaserPatrol, eingesetzt.

 

Ortsveränderliche Messgeräte

ES 3.0

Blitzgerät ES 3.0
ES 3.0 Foto: eso GmbH

Bis zu vier Spuren in einer Fahrtrichtung kann der ES 3.0 gleichzeitig überwachen. Zwei digitale Kameras dokumentieren zeitgleich den ankommenden und abfahrenden Verkehr. Bilder vom Fahrer und vom Kennzeichen werden sofort auf einem Monitor angezeigt und können analysiert werden.

Besonders rasende Motorradfahrer müssen sich vorsehen: Durch Auslösen aller Kameras sind Geschwindigkeitsübertretungen von Zweiradfahrern beweissicher festzustellen.

 

Vitronic Bildverarbeitungssysteme PoliScanSpeed

Welchen Sinn der Blitzmarathon hat, wird rege diskutiert.
Welchen Sinn der Blitzmarathon hat, wird rege diskutiert. Foto: Vitronic
 

PoliScan-Systeme arbeiten mit einem auf LIDAR (Light Detection and Ranging) basierenden Messprinzip. Dabei erfasst ein scannender Laser die Geschwindigkeiten und Positionen aller Fahrzeuge im Messbereich. Ohne Induktionsschleifen in der Fahrbahn können so mehrere Verstöße auf mehreren Spuren gleichzeitig ermittelt werden, selbst bei drängelnden oder die Spur wechselnden Fahrzeugen. Die laserbasierte Messung eignet sich besonders für Baustellenbereiche, auf kurvigen Straßen und in Tunneln.

Die Technik misst Geschwindigkeiten von zehn bis 250 Kilometern pro Stunde. Wer versucht, das Gerät im Vorbeifahren zu entdecken, dürfte es schwer haben: Es wird zwischen zehn und 75 Metern Entfernung auf einem Stativ oder in einem Fahrzeug aufgestellt.

Jenoptik Robot TraffiPax-SpeedoPhot

Foto: Jenoptik
 

Falls man in der Stadt geblitzt werden sollte, ist es häufig der TraffiPax-SpeedoPhot. Die Schlitzradarantenne erfordert keine horizontale Ausrichtung am Messstandort und somit keine lange Einmessungszeit. Deswegen ist es einfach im Stadtverkehr aufzustellen und schnell einsatzbereit.

Das besondere bei der Speedophot ist, dass sie keine lange Strecke zur Bildung eines Messwertes benötigt. Sie nimmt keine Flächenmessung  wie ein Laserscanner vor, sondern eine Punktmessung.

 

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erstellt am 16.Sep.2014 | 17:17 Uhr

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