Stockender Autobahn-Bau : Bis 2020 kein Weiterbau der A20 in SH

Die Planungsgesellschaft Deges hat das Projekt A-20-Ausbau übernommen.
Die Planungsgesellschaft Deges hat das Projekt A-20-Ausbau übernommen.

Für keinen der sechs Abschnitte besteht Baurecht. Bis zur Elbquerung bei Glückstadt fehlen noch gut 80 Kilometer.

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06. August 2018, 13:11 Uhr

Berlin/Kiel | Der Weiterbau der Autobahn 20 in Schleswig-Holstein bleibt auch nach der Abgabe der Planungen an den Bund eine zähe Angelegenheit. Weitere Straßenkilometer seien bis 2019 oder 2020 nicht zu realisieren, sagte Bereichsleiter Bernd Rothe von der Projektgesellschaft Deges dem NDR Schleswig-Holstein. „Das Grundproblem ist, dass für keinen der sechs Abschnitte derzeit Baurecht besteht.“ Drei Abschnitte seien erfolgreich beklagt worden und drei hingen in den Planfeststellungsverfahren fest. Zeitabläufe für den Autobahnbau in Deutschland zu prognostizieren, sei angesichts der komplizierten Rahmenbedingungen schier unmöglich.

Schleswig-Holstein hatte die Planungsverantwortung für die A20 mit Beginn dieses Jahres an die Deges übertragen, um das Vorhaben schneller voranzubringen. Der Bau war östlich von Bad Segeberg aufgrund von Klagen gestoppt worden. Bis zur geplanten westlichen Elbquerung bei Glückstadt fehlen noch 80 Kilometer. Ein Kernproblem: Entlang der geplanten Trasse sind diverse sensible Naturschutzaspekte zu berücksichtigen.

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Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) verwies auf Gespräche mit den klagenden Naturschutzverbänden. Er gebe die Hoffnung nicht auf, dass Klagen wieder zurückgezogen werden könnten. Buchholz hatte Ende vergangenen Jahres die Erwartung geäußert, dass in der laufenden Legislaturperiode bis 2022 zumindest alle Planfeststellungsbeschlüsse zur A20 vorliegen werden. Über den Abschnitt zwischen Bad Segeberg und der A7 entscheidet im November das Bundesverwaltungsgericht.

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