Elekro-Lastwagen bei Lübeck : Baubeginn für Deutschlands zweite „eHighway“-Teststrecke auf der A1

Ein LKW mit Oberleitungsantrieb fährt in Templin auf der „eHighway“-Teststrecke von Siemens.
Ein LKW mit Oberleitungsantrieb fährt in Templin auf der „eHighway“-Teststrecke von Siemens.

Zwischen Reinfeld und Lübeck sollen Lastwagen mit Elektroantrieb künftig an einer Oberleitung fahren.

shz.de von
21. Juni 2018, 15:53 Uhr

Bad Oldesloe | Schleswig-Holsteins Umweltminister Robert Habeck (Grüne) und Verkehrsminister Bernd Buchholz (FDP) haben am Donnerstag den Startschuss für den Bau von Schleswig-Holsteins Elektro-Teststrecke für Lastwagen gegeben. Auf einem rund zehn Kilometer langen Abschnitt der Autobahn 1 zwischen Reinfeld und dem Autobahnkreuz Lübeck soll eine Oberleitung entstehen, mit der schwere Lastwagen elektrisch betrieben werden können.

Das Projekt wird nach Angaben der beteiligten Ministerium voraussichtlich Mitte 2019 in Betrieb gehen. Die Teststrecke ist Teil eines bundesweiten Pilotprojektes, das den elektrischen Antrieb von Lastwagen unter realen Verkehrsbedingungen erproben soll. Die Kosten von mehr als 19 Millionen Euro übernimmt der Bund. Ursprünglich war von 14 Millionen Euro ausgegangen worden.

Da die Strecke jetzt in beiden Richtungen elektrifiziert werden solle, hätten sich die Kosten entsprechend erhöht, erklärte Florian Pronold aus dem Bundesumweltministerium am Donnerstag.  „Für die Energiewende ist dieses Projekt von besonderer Bedeutung, weil wir auch im Verkehr auf erneuerbare Energien umsteigen müssen“, sagte Habeck. Buchholz ergänzte: „Wir müssen in der Verkehrspolitik neue Wege gehen und neue Lösungen ausprobieren. Das machen wir jetzt.“ Die eigentlichen Bauarbeiten sollen im Oktober beginnen und voraussichtlich im Juni 2019 beendet sein. Getestet werden soll die Strecke dann von einer Reinfelder Spedition, die sich mit einem Hybrid-Lkw an dem Feldversuch beteiligt.

Schleswig-Holstein ist nach Hessen das zweite Bundesland, das eine Teststrecke für Elektro-Lastwagen erhält. Eine weitere Teststrecke ist in Baden-Württemberg geplant. Insgesamt investiert das Bundesumweltministerium nach Angaben Pronolds rund 50 Millionen Euro in den Feldversuch.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen