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Lübeck : Verdacht auf Totschlag: 22-Jähriger flüchtet nach Fahrschein-Kontrolle

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Zunächst scheint es wie ein Routineeinsatz für die Bundespolizei: Zwei Männer werden ohne Fahrschein aufgegriffen. Doch bei der Überprüfung der Personalien erleben die Polizisten eine Überraschung.

shz.de von
erstellt am 20.Okt.2014 | 19:38 Uhr

Lübeck | Am Montag Vormittag wurde die Bundespolizei telefonisch darüber informiert, dass sich im ICE Hamburg - Kopenhagen, kurz vor Lübeck, zwei Personen ohne Fahrschein befinden sollen. Im Lübecker Hauptbahnhof nahm eine Streife der Bundespolizei die beiden Männer in Empfang und fuhr mit ihnen ins Bundespolizeirevier Lübeck. Beide Männer gaben an, keinerlei Papiere bei sich zu haben. Während der Fahrt - die beiden Männer sprachen verständlich englisch - erklärten sie, dass sie aus Syrien (21 Jahre alt) beziehungsweise aus dem Senegal (22 Jahre alt) kämen und Asyl in Deutschland möchten.

In den Diensträumen angekommen, sollte per Fingerabdruckscan (Fast-ID) geprüft werden, ob die Männer polizeilich bereits in Deutschland erfasst sind. Bei der Überprüfung der Ergebnisse sprang der Senegalese auf, riss ein Fenster auf, kletterte hinaus und lief weg, bevor die Beamten reagieren konnten. Kurze Zeit später kam das Ergebnis der Überprüfung und erklärte, warum der Mann so reagiert hatte. Er wurde wegen des Verdachts des Totschlags im Bereich München gesucht und ist zur Festnahme ausgeschrieben.

Es handelt sich um Habib, LY - geboren am 26.08.1992 im Senegal, 172 cm groß und 66 Kilogramm schwer, schlanke Statur. Zum Zeitpunkt seiner Flucht war Habib mit einer olivgrünen Jacke sowie Hose bekleidet. Auf dem Kopf trug er eine grün-blau-weiße Strickmütze.

Wer ihn sieht, wird darum gebeten, sich unter 0431/980 71-0 mit der Bundespolizei in Kiel oder einer anderen Polizeidienststelle in Verbindung zu setzen.

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