Insektizid Fipronil : Verbraucherzentrale SH: Große Unsicherheit wegen Gift-Eiern

Millionen mit Fipronil belastete Eier sind unter anderem nach Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen gelangt. Darauf hat Aldi reagiert: Der Discounter verkauft in Deutschland vorerst keine Eier mehr.
Millionen mit Fipronil belastete Eier sind in 12 Bundesländern aufgetaucht. Darauf hat Aldi reagiert: Der Discounter verkauft in Deutschland vorerst keine Eier mehr. /dpa

Bei den Beratungsstellen gehen zahlreiche Anfragen von Verbrauchern ein. Was die Experten raten.

shz.de von
04. August 2017, 13:17 Uhr

Kiel | Der Skandal um giftbelastete Eier hat große Unsicherheit unter Verbrauchern in Schleswig-Holstein ausgelöst. „Das Thema Fipronil beunruhigt Verbraucher“, sagte Vivien Rehder von der Verbraucherzentrale Schleswig-Holstein am Freitag der Deutschen Presse-Agentur. „Wir haben verstärkt Anfragen dazu, es kommen auch Leute mit ihren Eiern in die Beratungsstellen.“ Der Skandal um Millionen giftbelasteter Eier zieht in Deutschland immer weitere Kreise. Aldi hat sämtliche Eier aus dem Verkauf genommen.

In den Beratungsstellen im Land gingen derzeit viele Anrufe zu diesem Thema ein. „Wir raten im Moment generell vom Verzehr von Eiern aus den Niederlanden ab“, sagte Rehder. Der Verzehr belasteter Eier sei „mit Sicherheit nicht gesund“. Verbraucher sollten Eier aus belasteten Chargen beim Handel zurückgegeben. „Wir gehen davon aus, dass sich der Handel dabei kulant zeigen wird.“ Was betroffene Verbraucher wissen müssen lesen Sie hier.

Generell rieten die Ernährungsberater der Verbraucherzentralen dazu, nicht mehr als drei Eier pro Woche zu essen, sagte Rehder. „Wenn man sich daran hält, kann nicht allzu viel passieren, selbst wenn es belastete Eier sein sollten.“ Die Verbraucherschützer fordern seit langem eine Kennzeichnungspflicht auch für Ei-Bestandteile in Fertigprodukten. „Die jetzige Situation zeigt, dass dies notwendig ist“, sagte Rehder.

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