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Interaktive Karte : Väter aus Neumünster sind Elterngeld-Muffel

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Aus der Onlineredaktion

Es gibt Regionen, in denen jeder zweite Vater in Elternzeit geht. Doch davon ist Schleswig-Holstein weit entfernt - besonders Neumünster.

Neumünster | Die Väter in Neumünster sind bundesweit nach Gelsenkirchen die größten Elterngeld-Muffel. In Neumünster nahmen 2012 nur 11 Prozent der Väter diese Leistung in Anspruch, um zu Hause ihr Kind für eine gewisse Zeit zu betreuen, wie das Statistische Bundesamt in Wiesbaden am Dienstag mitteilte. Mit 0,5 Prozent weniger schnitt Gelsenkirchen am schlechtesten ab.

Zum Vergleich: Spitzenreiter ist die thüringische Universitätsstadt Jena, in der jeder zweite Mann Elterngeld bezog. Die zweithöchste Quote hatte der bayerische Landkreis Main-Spessart mit 48 Prozent. Im Bundesdurchschnitt waren es 29,3 Prozent der Väter.

Schleswig-Holstein liegt im Vergleich der 16 Bundesländer an elfter Stelle mit 24,3 Prozent, Hamburg an sechster Stelle (32,4 Prozent). In Schleswig-Holstein gibt es allerdings in den Kreisen erhebliche Unterschiede. Im Norden und Westen ist der Anteil eher unterdurchschnittlich, im Süden und Osten liegt der Anteil der Väter, die Elterngeld beziehen, überwiegend über dem Landesschnitt:

Die meisten Väter kümmerten sich im Kreis Stormarn (31,3 Prozent) um den eigenen Nachwuchs. Dahinter folgt Kiel mit 29,3 Prozent. Neumünster ist mit seinen elf Prozent absolutes Schlusslicht im Land. Am zweitschlechtesten schneidet der Kreis Dithmarschen mit 17,6 Prozent ab.

Die Höhe des Elterngeldes ist entsprechend den gesetzlichen Bestimmungen abhängig vom bisherigen Einkommen der Elterngeldbeziehenden. Hier gab es ebenfalls deutliche regionale Unterschiede. So lag der durchschnittliche Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt des Kindes erwerbstätig waren, in 61 Prozent der Kreise (in 246 von insgesamt 402 Kreisen) im ersten Bezugsmonat bei mindestens 1200 Euro. Diese Kreise lagen schwerpunktmäßig im Süden und Südwesten Deutschlands. Väter in der bayerischen Stadt Ingolstadt hatten mit 1464 Euro den höchsten durchschnittlichen Elterngeldanspruch. Der Elterngeldanspruch von Vätern, die vor der Geburt erwerbstätig waren, lag mit bundesweit durchschnittlich 1231 Euro – wie auch schon in den Vorjahren – deutlich höher als der von vor der Geburt des Kindes erwerbstätigen Müttern (883 Euro).

Die Schleswig-Holsteiner liegen mit 1228 Euro nah am Bundesschnitt. Die Stormarner bekommen am meisten (1300 Euro), die Neumünsteraner am wenigsten (1126 Euro).

mit dpa

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erstellt am 14.Okt.2014 | 16:44 Uhr

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