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Schleswig-Holstein

18. Dezember 2017 | 14:17 Uhr

Untertrave ist der Politik doch zu teuer

vom

Umbau des ersten Teilabschnitts wird aus Geldmangel verschoben

shz.de von
erstellt am 10.Aug.2013 | 05:59 Uhr

Lübeck | Eigentlich sollte noch in diesem Jahr der Umbau der Straße An der Untertrave zwischen Braun- und Holstenstraße beginnen. Der Bauausschuss hat das jetzt aber erst mal vertagt. Der Grund: Die angebliche Spende eines Investors ist im wesentlichen nur die ohnehin fällige Anliegerbeteiligung.

Ursprünglich sollte der Umbau in diesem Bereich 250 000 Euro kosten, von denen ein Anlieger gut 80 000 Euro trägt. Das wurde im Frühjahr verkündet. Die Stadt wollte die Chance nutzen, hier mit der Umgestaltung der Straße von der Holstenstraße bis zur Engelsgrube zu beginnen. Die Gesamtkosten dafür liegen bei zehn bis zwölf Millionen Euro. Da Lübeck den Betrag für die Realisierung der Pläne aus dem Jahr 2003 nicht hat, hoffte man, zumindest einen Einstieg in das Projekt zu finden. Die Straße sollte der neuen Promenade/Obertrave angepasst werden.

Was die Bauverwaltung ausgerechnet hat, liegt deutlich über den ersten Schätzungen. Laut Vorlage der Stadt liegen die Kosten nunmehr bei 380 000 Euro. Und bei der Spende des Anliegers, der seine Immobilie aufwerten möchte, handelt es sich laut Bausenator Boden eigentlich nur um die übliche Anliegerbeteiligung. Die werde in diesem Fall nur vorher und nicht wie üblich nach Fertigstellung der Bauarbeiten gezahlt. Zudem sei der in Aussicht gestellte Betrag rund 27 000 Euro höher als die errechnete Umlage.

Im Bauausschuss lehnte die SPD die Pläne deutlich ab. Lübeck habe andere Probleme. Ein Beispiel gab die Bauverwaltung selbst. Der städtische Anteil an den Arbeiten an der Untertrave sollte aus Restmitteln für die Nordtangente genommen werden. Doch das hat der Bürgermeister abgelehnt. Deshalb hat die Bauverwaltung jetzt das Geld eingeplant, das für die Sanierung der Dänischburger Landstraße gedacht war. Begründung; Die könne sich die Stadt ohne Landesförderung ohnehin nicht leisten.

Die CDU hat noch andere Bedenken. Im kommenden Jahr wird die Drehbrücke saniert und für viele Monate gesperrt. Die Frage, ob eine zweispurige Straße "An der Untertrave" den Umleitungsverkehr aufnehmen könne, konnte die Verwaltung allerdings noch nicht beantworten.

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