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Zwischen Tarp und Schuby : Unfall auf A7: Drei Schwerverletzte nach Lkw-Überholmanöver

vom
Aus der Onlineredaktion

Vermutlich scherte der Lkw aus, zwei Autos dahinter fuhren aufeinander. Der Rettungshutschrauber musste kommen.

shz.de von
erstellt am 31.Mai.2016 | 13:37 Uhr

Tarp | Bei einem schweren Verkehrsunfall sind am Dienstagmorgen gegen 8.20 Uhr auf der A7 drei Menschen schwer verletzt worden. Zwischen den Anschlussstellen Tarp und Schuby kam es in Fahrtrichtung Süden zu einem folgenschweren Auffahrunfall.

Nach ersten Erkenntnissen der Polizei hatte ein LKW-Fahrer zu einem Überholmanöver angesetzt und scherte dabei auf den Überholfahrstreifen aus. Ein nachfolgender Mercedes musste offenbar sehr stark abbremsen, um nicht mit dem LKW zu kollidieren. Der Fahrer eines auf den Mercedes folgenden Saab erkannte die Situation zu spät und prallte mit großer Wucht in das Heck des vorausfahrenden PKW. In Folge des Aufpralls wurde der Saab in die Mittelschutzplanke geschleudert und blieb danach schwer beschädigt entgegen der Fahrtrichtung stehen.

Nachfolgende Fahrzeuge stoppten sofort und kümmerten sich um die verletzten Fahrzeuginsassen. Auch der LKW-Fahrer, der durch sein Ausscheren den Unfall womöglich verursacht hat, stoppte in einiger Entfernung auf dem Seitenstreifen. Anhand der ersten Notrufe alarmierte die Rettungsleitstelle Nord umgehend ein Großaufgebot an Einsatzkräften. Neben mehreren Rettungswagen, dem Flensburger Notarzt und einem Rettungshubschrauber wurden auch die Feuerwehren Tarp und Weding zur technischen Hilfe alarmiert.

„Wir hatten massive Probleme die Einsatzstelle zu erreichen“, berichtet der Einsatzleiter der Feuerwehr Tarp Jürgen Lieske. „Eine Rettungsgasse war nur unzureichend oder teilweise gar nicht gebildet worden.“ Ein Löschfahrzeug der Tarper Feuerwehr erreichte den Unfallort nur mit beschädigten Außenspiegeln. PKW-Fahrer, die im Stau gestanden haben, berichteten von teilweise chaotischen Szenen. LKW-Fahrer blockierten bei Fahrstreifenwechsel innerhalb des Staus zeitweise beide Fahrspuren. PKW-Fahrer nutzten die Rettungsgasse, um schneller durch den Stau zu kommen.

Eingeklemmt war trotz der schweren Beschädigungen an dem verunfallten Saab niemand. „Alle Insassen waren frei zugänglich“, berichtet Lieske. „Jedoch haben wir uns gemeinsam mit dem Notarzt dazu entschlossen, bei dem PKW das Dach abzutrennen, damit wir den Beifahrer schonender aus dem Fahrzeug retten konnten.“ Mit einem gebrochenen Becken wurde der Mann aus Dänemark in ein Krankenhaus gebracht. Auch der Fahrer des Saab, sowie der Fahrer des Mercedes wurden mit Rettungswagen in die Notaufnahme gebracht. Der LKW-Fahrer erlitt einen Schock.

Durch die Vollsperrung in Fahrtrichtung Süden entstand ein kilometerlanger Rückstau vor der Abfahrt Tarp. Auch die Umleitungsstrecke in Richtung Schleswig war überlastet, auch dort stockte der Verkehr auf mehreren Kilometern. Beide Autos waren nicht mehr fahrbereit und mussten abgeschleppt werden.

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