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Sonntagsfrage von infratest dimap : Umfrage zur Landtagswahl: CDU vorn, keine Mehrheit für Küstenkoalition

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Nach einer neuen Umfrage könnte es eine politische Umwälzung in SH geben. Welche Konstellationen denkbar wären.

shz.de von
erstellt am 09.Dez.2016 | 12:50 Uhr

Kiel | Die Regierungskoalition aus SPD, Grünen und SSW hat nach einer neuen Umfrage derzeit keine Mehrheit mehr in Schleswig-Holstein. Wenn am kommenden Sonntag Landtagswahl wäre, ginge die CDU daraus mit 34 Prozent als stärkste Kraft hervor, wie aus einer am Freitag veröffentlichten repräsentativen Umfrage von infratest dimap im Auftrag der NDR 1 Welle Nord und des NDR Schleswig-Holstein Magazins hervorgeht.

Im Mai 2017 wird in Schleswig-Holstein ein neuer Landtag gewählt. Und nach der aktuellen Umfrage würde sich die politische Lage im Land verändern.

Nach der Umfrage käme die CDU auf 34 Prozent der Stimmen - und damit auf das gleiche Ergebnis wie bei der letzten Umfrage von 2014. Die SPD müsste drei Prozentpunkte angeben und würde 26 Prozent erreichen. Das Ergebnis bei den Grünen stagniert bei unveränderten 15 Prozent. Boden gutmachen würde die FDP, sie würde sechs Prozentpunkte im Vergleich zu 2014 zulegen und demnach neun Prozent der Stimmen erreichen. Weniger Wähler hätte die AfD zu verzeichnen, die Partei würde mit sechs Prozent (Minus ein Prozent zu 2014) aber auch in den Landtag einziehen. Einen Wiedereinzug ins Parlament würde es für die Linken geben, sie erhielten fünf Prozent. Auch der SSW wäre dank seiner Befreiung von der Fünf-Prozent-Klausel im Parlament - mit einer Zustimmung von drei Prozent. Die Piraten, die aktuell im Landtag vertreten sind, würden einen Wiedereinzug verpassen.

 

Den Umfrageergebnissen zufolge gäbe es eine politische Umwälzung im Land. Eine Fortsetzung der Küstenkoalition wäre nicht möglich. Stattdessen würde eine Ampel-Koalition aus SPD, Grünen und FDP eine knappe Mehrheit erreichen. Höher wäre der Vorsprung einer Großen Koalition von SPD und CDU. Ebenso gäbe es eine klare Mehrheit für eine Jamaika-Koalition aus CDU, Grünen und FDP.

Der beliebteste Politiker im Land ist Umweltminister Robert Habeck (Grüne). 57 Prozent der Befragten sind mit seiner Arbeit zufrieden. Knapp dahinter lag FDP-Fraktionschef Wolfgang Kubicki (56 Prozent). Ministerpräsident Torsten Albig (SPD) lag mit 55 Prozent auf Platz drei.

Mit CDU-Landeschef Daniel Günther war dagegen nur jeder fünfte Befragte zufrieden. 60 Prozent gaben an, sich kein Urteil bilden zu können oder Günther nicht zu kennen. Wäre eine Direktwahl des Regierungschefs möglich, entschieden sich aktuell 50 Prozent der Wähler für Albig, 23 Prozent für Günther.

FDP geht ohne Koalitionsaussage in Landtagswahlkampf

Ohne Koalitionsaussage will die FDP bei der Landtagswahl in fünf Monaten ein zweistelliges Ergebnis ansteuern. Die Partei gehe mit ihrem Spitzenkandidaten Wolfgang Kubicki selbstbewusst in diesen Wahlkampf, sagte der Landesvorsitzende Heiner Garg am Freitag in Kiel. Eine eventuelle Regierungsbeteiligung mache die FDP davon ab, ob es deutliche Korrekturen in den Bereichen Bildung, Wirtschaft, Verkehr, Finanzen, Sicherheit und Energie geben wird. Die Liberalen wollen in der Landesverfassung ein Investitionsgebot verankern, wie Kubicki sagte. Demnach soll von 2020 an eine Investitionsquote von zehn Prozent gelten und ab 2025 von 12,5 Prozent.

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