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„Zukunft digital: Grenzenlos und chancenreich“ : Tourismusbranche aus SH debattiert in Husum über digitale Zukunft

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Ohne Internet geht auch im Urlaub nichts mehr: Selbst der Camper, der einen einfachen, naturnahen Platz will, fahndet zuerst im World Wide Web nach einer Region mit Sonne.

Die Touristiker in Schleswig-Holstein debattieren am Donnerstag in Husum unter dem Motto „Zukunft digital: Grenzenlos und chancenreich“ über die digitale Zukunft der Branche. Mit Vorträgen und Workshops sollen Hoteliers, Gastronomen, Einzelhändler und Unternehmer einen Überblick bekommen und fit gemacht werden für eine Digitalisierung der Reisewelt. Zu den Themen gehören neben Onlinebewertungen und Gästekommentaren im Social Web unter anderem die digitale Suche nach Informationen und die Buchung selbst.

Der Tourismustag ist seit 2000 eine feste Institution in Schleswig-Holstein. Jedes Jahr kommen Fachleute in wechselnden Städten zusammen, um über neue Strategien und Ideen zu beraten.

Wichtig erscheint eine Optimierung der Internetseiten für Mobiltelefone, da heute auch Rad- und Campingtouristen erwarten, aktuelle touristische Informationen im Internet zu finden. Derzeit werden im nördlichsten Bundesland jährlich mehr als 26 Millionen Übernachtungen gezählt, sagte Marc Euler von der Tourismusagentur Schleswig-Holstein. Das seien rund 20 Prozent mehr als vor zehn Jahren.

Die neuen Medien bereiten der Tourismusbranche Probleme, da Gäste heute zum Teil mehr Wert legen auf die Bewertungen anderer Internetnutzer als auf die „Sterne“-Klassifizierung von Hotels und Ferienwohnungen. Die fortschreitende Digitalisierung ist für die Branche ein zentrales Thema und und entscheidet letztendlich über den Erfolg einer Destination oder eines Betriebes. Den einzelnen Vermietern fehlt es jedoch oft an Wissen und Zeit sowie an einer durchdachten Strategie, um die Möglichkeiten der neuen Medien optimal nutzen zu können: Es reicht nicht, einfach Online und Offline zu verknüpfen.

Die touristischen Akteure können die Herausforderungen der Digitalisierung nur schwer allein meistern. Denn zum erfolgreichen Online-Marketing reicht es nicht, wenn man eine eigene, nutzerfreundliche Internetseite mit stets aktuellen Inhalten hat. Man müsste auch eigene Profile auf Social-Media-Plattformen erstellen, Bewertungsplattformen pflegen, aber auch eine möglichst schnelle Kommunikation mit den Gästen gewährleisten. Gut wären Kenntnisse in Suchmaschinenoptimierung und Suchmaschinenwerbung, in E-Mail-Marketing sowie Display-Advertising und Bannerwerbung.

Zum Tourismustag werden unter anderem erwartet Schleswig-Holsteins Wirtschaftsminister Reinhard Meyer (SPD), der Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Peter Michael Stein, der Vorsitzende des Tourismusverbands Schleswig-Holstein Jörn Klimant, die Geschäftsführerin der Tourismus-Agentur Schleswig-Holstein Andrea Gastager und Stefan Scholtis, Hauptgeschäftsführer DEHOGA Schleswig-Holstein.

 

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erstellt am 26.Nov.2015 | 11:45 Uhr

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