Unfall Flensburg : Tod im Hot-Rod

Insgesamt bestand die Gruppe aus 13 Fahrzeugen, von denen mehrere beschädigt worden oder im Straßengraben lagen.

Insgesamt bestand die Gruppe aus 13 Fahrzeugen, von denen mehrere beschädigt worden oder im Straßengraben lagen.

Ein Teilnehmer einer Hot-Rod-Tour kollidiert am Freitagabend mit einem Pkw und stirbt noch am Unfallort.

shz.de von
31. August 2018, 20:03 Uhr

Flensburg | Es sind schnelle Leichtgewichte, die Fahrer nicht gut geschützt. Meist sind sie in Kolonnen unterwegs und sollen so besser als vollwertige Verkehrsteilnehmer wahrgenommen werden. Dennoch sind die so genannten Hot Rods (eine Art motorisierte Seifenkiste) nicht unumstritten. Die Diskussion hat nach einem tödlichen Unfall gestern kurz vor Flensburg-Weiche neue Nahrung bekommen.

Am frühen Abend passierte es: Gegen 18.50 Uhr kollidierte auf der Husumer Straße aus nicht vollständig geklärter Ursache ein silberner Opel Meriva mit einer Gruppe, die in gemieteten Mini-Hot-Rod-Fahrzeugen aus der Flensburger Innenstadt in Richtung Weiche unterwegs war. Ein Mensch kam dabei ums Leben.

Nach Angaben eines Sprechers der Rettungsleitstelle in Harrislee handelt es sich um einen 55-jährigen Flensburger, der in Höhe des ehemaligen Motorola-Gebäudes nahe der Straße Sophienhof möglicherweise ein riskantes Überholmanöver wagte. Geprüft wird auch, ob es innerhalb des Konvois zu einer Berührung gekommen sein kann, woraufhin das Unglücksfahrzeug auf die Gegenfahrbahn geschleudert worden ist.

Dabei sei er in den Gegenverkehr geraten. Bei dem Zusammenstoß mit einem silberfarbenen Pkw wurde der  Mann in seinem kleinen Fahrzeug eingeklemmt. Er verstarb noch am Unfallort, bestätigte der Sprecher. Offenbar konnte der obligatorische Helm den Fahrer vor seinen schweren Verletzungen nicht bewahren. Es habe bei der Karambolage glücklicherweise keine Verletzten gegeben.

Ein Großaufgebot an Rettungskräften kam zum Einsatz. Insgesamt soll  die Gruppe aus 13 Fahrzeugen, bestanden haben, von denen mehrere beschädigt wurden oder im Straßengraben landeten. Die Staatsanwaltschaft hat den Unfallort beschlagnahmt und wird einen Sachverständigen hinzuziehen. Die weiteren Insassen der Mini-Hot-Rods wurden von Rettungsdienst und Seelsorgern betreut.

Ob es sich bei dem verunglückten Fahrer um den Leiter der Gruppe gehandelt hat, ist derzeit nicht bekannt.

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