Nach Tod von Elefanten : Tierpark Hagenbeck verändert Haltung nicht

Der verstorbene Elefantenbulle Kanja (rechts) und die nun erkrankte Anjuli im Juni 2016.
Die verstorbenen Elefanten Kanja (rechts) und Anjuli im Juni 2016.

In dem Zoo leben seit hundert Jahren Elefanten. Gefahr ebenfalls zu erkranken besteht für den Bullen „Brausepaul“ nicht.

shz.de von
14. Juni 2018, 18:43 Uhr

Hamburg | Trotz des plötzlichen Todes zweier Elefanten möchte der Tierpark Hagenbeck die gewohnten Abläufe in der Haltung beibehalten. Jede Änderung bedeute zusätzlichen Stress für die Tiere, teilte der Zoo am Donnerstag mit. Der Tierpark könne auf mehr als hundert Jahre Erfahrung in der Zucht und im Umgang mit Elefanten zurückblicken. Am Mittwoch war innerhalb von nur einer Woche der zweite Jungelefant an den Folgen der Viruserkrankung Elefanten-Herpes EEHV 1 gestorben.

Der zweieinhalb Jahre alte Kanja und Anjuli waren Nachkommen einer stark von der Ausrottung bedrohten Tierart, den asiatischen Elefanten.

Die Hagenbecksche Elefantenherde besteht nun noch auch sieben erwachsenen, teils mehr als 50 Jahre alten Dickhäutern und einem Jungtier. Der gut einen Monat alte Bulle „Brausepaul“ sei derzeit nicht gefährdet. Allerdings könne das Virus erst nach einem Ausbruch nachgewiesen werden. Die Herde konnte sich von den beiden toten Jungtieren verabschieden. Auch Elefanten empfänden Trauer, nähmen aber relativ schnell ihr normales Leben wieder auf, hieß es in der Mitteilung.

Bei Elefanten-Herpes EEHV 1 werden nach Angaben des Zoos innerhalb kürzester Zeit die inneren Organe derart geschädigt, dass das Herz-Kreislaufsystem der Tiere zusammenbricht und sie tot umfallen. Vorwiegend sterben Jungtiere im Alter zwischen einem und neun Jahren.

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