Handball-Bundesliga : THW Kiel und SG Flensburg-Handewitt gewinnen

Einen Heimsieg hat der THW Kiel gegen Tus N Lübbecke mit 37:30 eingefahren. Die SG Flensburg-Handewitt kehrt von ihrem Auswärtsspiel beim HBW Balingen-Weilstetten mit einem 32:24-Sieg zurück.

shz.de von
27. November 2013, 22:03 Uhr

Handball-Rekordmeister THW Kiel hat die Derby-Niederlage bei der SG Flensburg-Handewitt schnell abgehakt und ist mit einem 37:30 (22:16)-Heimsieg gegen TuS N-Lübbecke wieder in die Erfolgsspur zurückgekehrt.

Die Kieler machten ihrem Gast schnell klar, wer Herr im Haus ist. Bis zum 5:4 (7.) Minute durfte Lübbecke noch mitspielen, dann setzte sich der THW mit einem 6:0-Lauf bis zur elften Minute auf 10:4 ab. Ein paar Unachtsamkeiten in der Deckung ließen die Lübbecker zwar etwas herankommen (8:11/17.), aber der THW zog das Tempo wieder an und kam vor allem durch Dominik Klein (5) und Filip Jicha (7) immer wieder zu Toren. Als Patrick Wiencek in der 27. Minute mit einem Doppelschlag auf 21:12 erhöhte, stand sogar eine Neun-Tore-Führung auf den Anzeigetafel, die der TuS bis zur Pause aber noch ein wenig korrigieren konnte.

Auch nach der Pause musste der THW Kiel längst nicht alles geben, um seinen Gegner auf Abstand zu halten und den Vorsprung sogar noch ein wenig auszubauen. Dabei waren die Zebras noch gnädig mit dem TuS, denn ein paar leichte Ballverluste und hier und da mangelnde Konzentration verhinderten einen noch klareren Erfolg des THW.

Die SG Flensburg-Handewitt hat sich mit einem 32:24 (16:13)-Sieg bei der HBW Balingen-Weilstetten die kurzfristig an Berlin „ausgeliehene“ Tabellenführung in der Handball-Bundesliga zurückgeholt.

Die Flensburger begannen sehr konzentriert und bestens vorbereitet. Balingen kam mit seinem unkonventionellen Angriffspiel mit zwei oder drei Kreisläufern oder einem siebten Feldspieler bei leerem Tor gegen das SG-Bollwerk um Abwehrchef Tobias Karlsson kaum zum Zug. Stattdessen kam es zu technischen Fehlern, die von den Gästen effizient genutzt wurden. Nach 14 Minuten lag die SG bereits mit 9:3 vorn, es drohte ein einseitiges Handball-Spiel. Auch im Positionsangriff fand die Mannschaft von Trainer Ljubomir Vranjes gute Lösungen, unter anderem die, Balingens offensive Deckung mit zwei Kreisläufern zu knacken. Zudem ließ sich ein bärenstarker Steffen Weinhold von Atemproblemen nichts anmerken. Der Linkshänder hatte deshalb einen DHB-Lehrgang abgesagt und wird sich kommende Woche einem kleinen, ambulanten Eingriff unterziehen. Mittwochabend war er jedoch bester Angreifer der Flensburger.

Dann aber fanden die Balinger über den Kampf zu einem Rhythmus, der es ihnen ermöglichte, die Partie phasenweise ausgeglichen zu gestalten. Daran hatte ein gut aufgelegter Torhüter Nikolas Katsigiannis seinen Anteil. Ein Hauch von Spannung lag in der Luft, als die Gastgeber in der 39. Minute auf 17:19 herangekommen waren. Doch die SG zerstörte schnell alle Hoffnungen der „Gallier“ und hatte bald wieder einen 25:19-Vorsprung herausgeworfen – die Vorentscheidung.

zur Startseite

Diskutieren Sie mit.

Leserkommentare anzeigen