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Verschwundene Psychologin : „Tatort Kiel“: Frieda Jung ist wieder da – als Borowskis Braut

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Der kommende Kieler „Tatort“ sät weiter fleißig vorauseilende Reize. Die schöne Psychologin Frieda Jung ist wieder da.

shz.de von
erstellt am 30.Sep.2015 | 12:46 Uhr

In „Borowski und die Rückkehr des stillen Gastes“ tritt mit Kai Korthals (Lars Eidinger) einer der übelsten Mörder der langen Geschichte der Reihe erneut auf die Bildfläche. Der erste konkrete Sequel des ARD-Krimis setzt einen Fall aus dem Jahr 2012 fort. Es wird beim Neujahrstatort 2016 aber nicht nur bei einer Rückkehr bleiben: Eine prägende Figur des Krimis schleicht sich nach fünf Jahren wieder ins Kieler Krimi-Geschehen: Frieda Jung (Maren Eggert)

Maren Eggert war kaum wegzudenken.
Maren Eggert war kaum wegzudenken. Foto: dpa
 

Sieben Jahre pflegte die attraktive Polizeipsychologin ein kühl-knisterndes berufliches Verhältnis mit dem Kieler Grantler Klaus Borowski (Axel Milberg). Zunächst als Seelenklempnerin, dann als wichtige Stütze bei der Ermittlungsarbeit. Irgendwann mussten die Autoren dem ewigen Geflirte der beiden aber ein Ende bereiten, damit es nicht lächerlich wirkt. Am Ostersonntag des Jahres 2010 sitzen die Verliebten mit einem Bier in der Hand in einem finnischen Wald und hinterlassen einen der denkwürdigsten „Tatort“-Dialoge. „Wir könnten ja heiraten“, sagt sie. Borowski antwortet cool oder eher unbeholfen: „Aber wen?“ Wie jeden romantischen Moment in den vorherigen 14 Folgen lässt der kauzige Kommissar auch diesen liegen. Es ist ein Scheideweg: Jung verschwindet im Wald, verlässt die Drehbücher und lässt ihren Kollegen allein in der Sauna sitzen.

Fünf Jahre später ist Jung wieder mit von der Partie, wie der NDR inzwischen bestätigte. Ein schwer verliebter Borowski macht ihr am Telefon einen Heiratsantrag. Doch seine Braut wird noch vor der Hochzeit verschwinden. Und es sieht so gar nicht nach einem Happy End aus: Wir erinnern uns an den „stillen Gast“: Ein schüchtern wirkender Paketzusteller erwies sich damals als psychopathischer Frauenmörder, der in den Wohnungen seiner Opfer heimlich mitlebt und deren Zahnbürsten benutzt. Er wird zwar überführt und gefasst, entkommt aber am Ende. Und er hat mit Kommissar Borowski und seiner Kollegin Sarah Brandt (Sibel Kekilli) sicher noch eine Rechnung zu begleichen.

Eggert werde zunächst nur in der einen Folge mitwirken, heißt es vom NDR. „Tatort“-Fans müssen also bangen, dass der skrupellose Korthals Borowskis Herzdame am Leben lässt.

Lars Eidinger als „stiller Gast“.
Lars Eidinger als „stiller Gast“. Foto: NDR

Maren Eggert bestätigte gegenüber „Bild“ ihr Comeback: „Ja es stimmt, ich bin wieder dabei. Axel hat als Borowski am Telefon um meine Hand angehalten. Da konnte ich nicht Nein sagen. Wer weiß, ob er nochmal gefragt hätte.“

Die Schauspielerin war nach ihrem Abschied als festes Ensemblemitglied ans Deutsche Theater in Berlin geweschelt. Für sie kam Schauspielerin Sibel Kekilli (35) in die Sendung. Die „Game Of Thrones“-Darstellerin werde auch weiterhin gemeinsam mit Milberg an der Förde ermitteln, erklärte die NDR-Sprecherin.

Ob sich auch Borowskis in Amerika studierende Tochter Carla angesichts der Hochzeit ihres Vaters wieder in Kiel einfindet, ist noch nicht bekannt. Auch sie ist bereits seit Jahren nicht mehr im Drehbuch. Nur ein Foto auf dem Schreibtisch ihres Vaters erinnert noch daran. Inzwischen müsste aus dem Mädchen eine Mittzwanzigerin geworden sein.

 
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