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ARD-Sendung : „Tatort“: Big Brother mit Todesfolge

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Aus der Redaktion des Flensburger Tageblatts

Es ist eine „Tatort“-Premiere: Wotan Wilke Möhring und Petra Schmidt-Schaller sind nach ihren ersten beiden Fällen zur Bundespolizei gewechselt. Jetzt können Falke und Lorenz überall sein.

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erstellt am 27.Apr.2014 | 12:14 Uhr

Wilhelmshafen | Eine großangelegte Polizeiaktion in Wilhelmshaven endet mit einem Knall. Eigentlich wollte das BKA einen Menschenhändlerring ausheben und bei der Öffnung eines Containers mit kongolesischen Flüchtlingen die Täter in flagranti hopsnehmen. Doch irgendwer kam den Beamten zuvor und jagte den Kontaktmann im Hafen mitsamt seiner Hütte in die Luft. Tragisch: Zwei Polizisten sterben dabei, darunter die Geliebte von Kommissar Thorsten Falke (Wotan Wilke Möhring).

Und ausgerechnet Falke, soeben zum BKA versetzt, muss diesen Fall mit Kollegin Lorenz (Petra Schmidt-Schaller) übernehmen. Doch nicht nur, dass er persönlich betroffen ist – bei den Ermittlungen geht zunächst alles schief: Knatsch mit den neuen Kollegen, störrische Zeugen und Verdächtige, und dann kommt ihm auch noch der zuständige Oldenburger Kripo-Chef in die Quere, sein Freund und Ex-Kollege Jan Katz (Sebastian Schipper).
Die Nerven liegen blank. Zudem stellt sich heraus, dass es bei dem Mord um mehr ging, als um ein paar Flüchtlinge. Um Container- oder Öl-Schiebereien. Oder gar um Waffenhandel im großen Stil? Plötzlich erkennen Falke und Lorenz, dass sie auf Schritt und Tritt beobachtet werden (André Hennicke). Und plötzlich ist ihr eigenes Leben in Gefahr.

Volker Krappen, Raimund Maessen (Buch) und Regisseur Marvin Kren wollen mit ihrem Thriller offenbar nicht kleckern, sondern klotzen. Ob Flüchtlingselend, Waffenschmuggel oder High-Tech-Überwachung – kein Globalisierungsskandal scheint ihnen zu heiß. Und so geriert sich ihr „Tatort“ im Look von „Staatsfeind Nr. 1“ (mit Will Smith und Gene Hackmann) als überdimensionales Komplott, das unseren Cops schier über den Kopf wächst.
Gut so, denn zu groß geratene Klamotten sind eh dazu da, dass man in sie hineinwächst. Und nach ihrem holprigen Start in Hamburg wird es Zeit, dass Möhring und Schmidt-Schaller Baller-Mann Til Schweiger endlich mal Paroli bieten. Genau das tun sie heute. Laut, leise – intensiv. Weiter so!
 

> „Tatort – Kaltstart“: heute um 20.15 Uhr in der ARD.

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