Stürme „Elon“ und „Felix“ : Sturmwochendende: Einsatz-Bilanz der Feuerwehren

In Schwerin sichert die Feuerwehr ein schwer beschädigtes Dach, das herunterzustürzen droht. Auch in Schleswig-Holstein waren die Feuerwehren am Wochenende im Einsatz.
In Schwerin sichert die Feuerwehr ein schwer beschädigtes Dach, das herunterzustürzen droht. Auch in Schleswig-Holstein waren die Feuerwehren am Wochenende im Einsatz.

Umgeknickte Bäume und wegfliegende Dachpfannen – reichlich Arbeit für die Feuerwehren. Eine erste Einsatz-Bilanz.

shz.de von
11. Januar 2015, 10:31 Uhr

Kiel | Die beiden Stürme „Elon“ und „Felix“ sind am Freitag und Samstag über Schleswig-Holstein gezogen. Für die knapp 1400 Freiwilligen Feuerwehren und vier Berufsfeuerwehren brachten die beiden Stürme reichlich Arbeit – die Einsatzbilanz fiel laut Polizei jedoch vergleichsweise gering aus.

Bis Sonntagfrüh meldeten die Leitstellen im Lande knapp 1500 Feuerwehreinsätze. Dabei handelte es sich überwiegend um ähnliche Schäden: umgeknickte Bäume oder lose Äste, wegfliegende Dachpfannen oder Verkehrsschilder. Die Zahl der Verletzen blieb aber gering. Nur am Freitag wurden zwei Menschen bei Trittau verletzt, als ihr Auto von einem umstürzenden Baum getroffen wurde.

„Mein besonderer Dank geht an die vielen tausend Einsatzkräfte der Feuerwehren, die in diesen zwei Tagen wieder einmal bewiesen haben, dass sie das alternativlose Rückgrat der Gefahrenabwehr in Schleswig-Holstein sind“, sagte Landesbrandmeister Detlef Radtke. Die Feuerwehren haben durch ihren Einsatz viele Schäden verhindert oder minimiert.

Auch im Küstenbereich blieb die Zahl der Einsätze weit hinter den Befürchtungen zurück. Die Leitstelle Nord in Harrislee meldete für die Kreise Nordfriesland, Schleswig-Flensburg und die Stadt Flensburg insgesamt 107 Einsätze für beide Sturmtage.

Am stärksten betroffen war der Südosten des Landes. Die Leitstelle Süd meldete für die Kreise Herzogtum Lauenburg, Stormarn und Ostholstein am Freitag 328 Einsätze und am Samstag nochmals 291.

In den nächsten Tagen ist weiterhin mit starken Winden zu rechnen. Erfahrungsgemäß werden viele Schäden erst am heutigen Sonntag bei Tageslicht entdeckt, weshalb es zu weiteren Feuerwehreinsätzen kommen kann.

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