Helgoland : Stürmische Böen: Passagierschiff treibt gegen Kaimauer

Die Fähre war beim Einlaufen in den Hafen mit der Mauer kollidiert. Die 60 Passagiere an Bord blieben unverletzt.

shz.de von
31. Dezember 2017, 16:14 Uhr

Helgoland | Beim Einlaufen in den Hafen von Helgoland ist ein Passagier- und Versorgungsschiff aus dem Ruder gelaufen. Die „Helgoland“ sei beim Anlegemanöver im Südhafen am Sonntag mit einer Kaimauer kollidiert, berichteten Polizei und Feuerwehr. Die 74 Passagiere und vier Besatzungsmitglieder seien unverletzt geblieben.

Das 83 Meter lange Schiff sollte gerade seine Reise von Cuxhaven nach Helgoland beenden. Während eines Drehmanövers sei das Bugstrahlruder ausgefallen, berichtete die Wasserschutzpolizei. Das Schiff wurde vom Wind erfasst und in Richtung der gegenüberliegenden Pier gedrückt. Auch Seenotretter konnten den Zusammenstoß nicht verhindern.

„Die Besatzung hatte die Leinen schon an Land gegeben, aber augenscheinlich gab es Probleme, das Schiff gegen den kräftigen Südostwind an die Kaje zu bringen“, sagte Jörg Rabe, Vormann des auf Helgoland stationierten Seenotrettungskreuzers „Hermann Marwede“ der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGzRS).

Rund 30 Kräfte der freiwilligen Feuerwehr der Nordseeinsel waren im Einsatz, wie der zuständige Kreisfeuerwehrverband Pinneberg mitteilte. 45 Minuten habe der Einsatz gedauert.

Die Wasserschutzpolizei nahm die Ermittlungen zur Unglücksursache auf. Zur Höhe des Schadens am Schiff wurden keine Angaben gemacht. Die Rückfahrt der „Helgoland“ nach Cuxhaven sei genehmigt worden.

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