Übergewicht : Studie zeigt: Zu viele Familien sind Bewegungsmuffel

Besonders Kinder, deren Eltern übergewichtig sind, bewegen sich zu wenig.
Besonders Kinder, deren Eltern übergewichtig sind, bewegen sich zu wenig.

Nicht einmal zehn Prozent der Kinder in Hamburg und Schleswig-Holstein bewegen sich täglich genug.

shz.de von
02. Juli 2018, 18:27 Uhr

Hamburg/Kiel | Mehr als jede dritte Familie in Norddeutschland bewegt sich zu wenig. Das geht aus der AOK-Familienstudie 2018 hervor, die die Krankenkasse am Montag veröffentlichte. 57 Prozent der befragten Mütter und Väter in Hamburg bewegen sich demnach mit ihren Kindern täglich, 43 Prozent tun dies aber nicht. Nur etwa acht Prozent der Hamburger Kinder und Jugendlichen und etwa neun Prozent der jungen Schleswig-Holsteiner sind aber mindestens eine Stunde am Tag körperlich aktiv, wie es von der Weltgesundheitsorganisation empfohlen wird.

„Bewegungsmangel mit all seinen Folgen ist ein wesentliches Risiko für die gesundheitliche Entwicklung von Kindern“, sagte der Vorstandsvorsitzende der AOK Rheinland/Hamburg, Günter Wältermann. „Kinder aus Familien, in denen Bewegung nicht zum Familienalltag gehört, haben laut der Befragung häufiger Einschlafprobleme und sind öfter gereizt.“ Besonders inaktiv sind der Untersuchung zufolge Familien, in denen die Eltern übergewichtig oder fettleibig sind.

Mehr Zeit als von Experten empfohlen verbringen viele Kinder dagegen vor Bildschirmen: 66 Prozent der Vier- bis Sechsjährigen in Schleswig-Holstein nutzen Medien pro Tag mehr als eine halbe Stunde. In Hamburg sind es 52 Prozent. Am Wochenende steigen die Werte in beiden Ländern auf über 80 Prozent an.

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