Förderprogramm : Stipendien für jugendliche Migranten aus dem Norden

Neben finanzieller Unterstützung gehören Workshops zur Berufsvorbereitung und Persönlichkeitsbildung zum Förderprogramm.

shz.de von
12. September 2018, 11:33 Uhr

Hamburg/Kiel/Schwerin | 25 Jugendliche mit Migrationshintergrund aus Hamburg, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern erhalten ein Stipendium der Start-Stiftung.

Ziel des dreijährigen außerschulischen Förderprogramms sei die Vermittlung von Werten und Kompetenzen, die zur aktiven Mitgestaltung von Gesellschaft und Demokratie befähigen, teilte die Stiftung anlässlich der Aufnahmefeier in Hamburg mit. Die Jugendlichen sollen demnach erlernen, wie sie wirksam Verantwortung übernehmen und selbst als Vorbilder für andere tätig werden können.

Die Mädchen und Jungen im Alter von 14 bis 19 Jahren kommen aus knapp 20 verschiedenen Ländern, darunter Afghanistan, Polen, den USA, Syrien, Eritrea und Rumänien. Deutschlandweit wurden dieses Jahr 160 Jugendliche in das Programm aufgenommen.

Zum Förderprogramm der Stiftung gehören Seminare und Workshops zur Berufsvorbereitung oder zur Stärkung der Persönlichkeit, aber auch gesellschaftliche Themenseminare.

Der Geschäftsführer der Start-Stiftung, Michael Okrob, sagte, Start suche außergewöhnliche junge Menschen, die den festen Glauben in sich tragen, die Welt ein bisschen besser machen zu können. Die eigene Migrationserfahrung sei dabei keine Bürde: „Die besondere Fähigkeit, Zusammenhänge aus mehr als einer kulturellen Perspektive betrachten zu können, ist ein echter Wettbewerbsvorteil.“ Das Programm geht auf eine Initiative der Gemeinnützigen Hertie-Stiftung zurück, die bis heute Hauptförderin des Programms ist.

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