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Tipps gegen Kälte und Depressionen : So kommen Sie gut durch den Herbst

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Von Mode über Ernährung bis zur Verkehrssicherheit: shz.de liefert Tipps rund um die graue und goldene Jahreszeit.

shz.de von
erstellt am 06.Okt.2015 | 20:26 Uhr

Kaum ist die letzte Sommersonne verschwunden, wird es gleich wieder etwas ungemütlicher im Norden. Der Spätsommer zieht sich langsam zurück und es wird immer herbstlicher. Viele Menschen mögen den Herbst im Norden nicht. Doch mit einigen Tipps lässt es sich auch bei Nässe, Dunkelheit und Kälte gut und vor allem kuschelig leben.

Hauptsache warm

Schal, Mütze und Handschuhe werden spätestens beim ersten Herbststurm hervorgeholt. Wer im überfüllten Schrank mal wieder nichts zum Anziehen hat: Die Herbst-Trends sind wie geschaffen für etwas molligere Frauen. Denn die Rückkehr des Oversized-Looks lässt feminine Frauen gut aussehen - und macht das Shopping einfacher. „Der Oversize-Trend macht es möglich, auch in ,normalen' Kollektionen, bis Größe 44 und 46, fündig zu werden“, erklärt Elke Dieterich von der Fachzeitschrift Textilwirtschaft. Die Trendfarbe des Jahres ist Marsala, ein warmes Bordeauxrot. Auch ein dunkler Grauton oder ein dunkles Blau sehen im Herbst elegant aus. In diesem Herbst darf es aber auch gern etwas düsterer werden: Schwarz ist das neue Schwarz, zumindest laut dem Onlineportal gofeminin.de.

Gesund durch den Herbst

Mehr Gemüse und Obst wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Foto: Fotolia
Mehr Gemüse und Obst wirken sich positiv auf die Gesundheit aus. Foto: Fotolia
 

Nicht nur warme Kleidung hilft gegen eine Erkältung. Eine vitamin- und mineralstoffhaltige Ernährung beugt Husten und Schnupfen vor. Magnesium schützt zudem noch vor zu viel Herbststress. Vollkorn- und Michprodukte, Sojabohnen und Bananen sind besonders reich an Magnesium. Frisches Obst und Gemüse, zum Beispiel Zitrusfrüchte, Paprika, Spinat und Tomaten, sind ein guter Vitamin C-Lieferant.

Eine einfache, aber wirkungsvolle Erkältungsabwehr ist das regelmäßige Händewaschen. Erkältungsviren sitzen zum Beispiel auf Türklinken und gelangen von dort auf die Hände. Wenn man sich dann die Augen reibt oder an die Nase fasst, beginnen sie dort an, sich zu vermehren.

Licht und Luft fürs Wohlbefinden

Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem.
Bewegung an der frischen Luft stärkt das Immunsystem. Foto: Heiko Lossie
 

Wer zur dunkleren Jahreszeit unter depressiven Stimmungen leidet, sollte möglichst früh darauf achten, immer genug Licht zu bekommen. Denn Tageslicht ist wichtig für das Wohlbefinden. Im Herbst schüttet man weniger vom Glückshormon Serotonin aus. Etwa fünf Prozent der Deutschen leiden an einer Saisonabhängigen Depression (SAD), wie der Münchner Psychotherapeut Stephan Lermer schätzt. Vorbeugend sollte man möglichst oft und bei jedem Wetter nach draußen gehen. Je heller es draußen ist, desto besser ist der Effekt. Wenn die Augen in den hellen Himmel schauen, wird außerdem weniger Melatonin produziert. Das ist das Hormon, das müde macht. Zudem ist Bewegung in der Natur gut für das Immunsystem.

Sicher über glatte Straßen

Schmierfilm aus Biomasse: Wenn sich Laub und Feuchtigkeit gesellen, wird es glatt auf der Straße.
Schmierfilm aus Biomasse: Wenn sich Laub und Feuchtigkeit gesellen, wird es glatt auf der Straße. Foto: DVR
 

Nicht nur sich selbst, sondern auch Auto und Fahrrad sollte man herbstfest machen. Dazu gehört beim Auto auf jeden Fall der Reifenwechsel. Wenn die Temperaturen unter sieben Grad sinken, ist es an der Zeit, die Winterreifen aufziehen zu lassen. Ist man sowieso schon einmal in der Werkstatt, empfiehlt es sich, einen Beleuchtungstest an seinem Fahrzeug machen zu lassen. Gegen Kälte und Frost sollten ein Eiskratzer, Handfeger, Taschenlampe und wärmende Decken im Auto bereit liegen.

Auch Radfahrer sollten nicht unbeleuchtet durch die Dunkelheit geistern. Nebel, Nieselregen oder frühe Dämmerung am Abend sorgen für schlechte Sichtverhältnisse. Gute, funktionierende Beleuchtung weist nicht nur dem Radler den Weg - sie hilft auch Autos und Fußgängern, das Fahrrad zu sehen.

Die Straßen werden durch Laub rutschig - behutsames Bremsen und umsichtiges, vorausschauendes Fahren muss wieder zur Gewohnheit werden. Eine Gefahr, die viele noch gar nicht im Herbst erwarten, ist das Blitzeis. „Besonders auf Brücken sollte man immer mit dem Schlimmsten rechnen. Verkehrsschilder warnen an besonders gefährlichen Streckenabschnitten“, sagt Camen.

Herbstzeit ist Erntezeit

Wenn die Lust auf leichte Sommersalate schwindet, darf auch gerne wieder Deftiges auf den Tisch. Ob Kürbissuppe, Zwiebelkuchen mit Federweißer, geröstete Maronen oder frische Pilze: Der Herbst liefert reichlich Stoff für Spezialitäten.  Auch einige Klassiker der norddeutschen Küche dürfen im Herbst nicht fehlen. Grünkohl mit Kasseler und Süßkartoffeln sowie Birnen, Bohnen und Speck gehören einfach auf schleswig-holsteinische Tische. Ein Grünkohlrezept nach Nachkochen gibt es hier:

Grünkohl kann man übrigens auch im heimischen Garten anbauen. Die robuste Pflanze braucht einen sonnigen Platz und nährstoffreichen Boden. Wenn kein Frost mehr zu erwarten ist, werden die Samen zwei Zentimeter tief eingepflanzt.

Vorfreude auf die Frühlingspracht

Eine schöne Rosenpracht beginnt im Herbst.
Eine schöne Rosenpracht beginnt im Herbst. Foto: Foto: Europa-Rosarium Sangerhausen
 

Wer es kaum erwarten kann, viele bunte Blumen und prächtige grüne Pflanzen in seinem Garten im nächsten Frühjahr wachsen zu sehen, muss bereits im Herbst etwas dafür tun. Klaus Hansen von den Mürwiker Baumschulen verrät, welche Arbeiten man jetzt anpacken muss. „Tulpen, Narzissen, Schneeglöckchen und Hyazinthen müssen im Herbst gepflanzt werden, damit sie sich über den Winter entwickeln.“

Die großen nach unten, die kleinen nach oben: Blumenzwiebeln sollten beim Einsetzen nach Größe und Blühzeit geschichtet werden.  
Die großen nach unten, die kleinen nach oben: Blumenzwiebeln sollten beim Einsetzen nach Größe und Blühzeit geschichtet werden.   Foto: Peer Grimm
 

Der Rasen sollte vor dem Winter gut gedüngt und kurz geschnitten werden. Empfindliche Pflanzen kommen am besten über die kalte Jahreszeit, wenn sie durch eine Mulchschicht vor Frost geschützt werden. „Bei immergrünen Pflanzen ist es wichtig, den Boden abzudecken und so offen zu halten.“ Wenn im Winter die Erde gefroren ist und die Sonne scheint, verdunstet Wasser über die Blätter. Durch den Frost kann die Pflanze aber keine Flüssigkeit neu aufnehmen. Aus demselben Grund empfiehlt es sich, Rosen im Schatten zu halten. „Die meisten braunen Stellen an Rosen entstehen durch Trockenheit“, sagt Hansen.

Spiel und Spaß

Ab an die frische Luft: Es gibt einige Freizeitbeschäftigungen, die man am besten im Herbst macht. Beim Kastanien sammeln und anschließendem Kastanienmännchen basteln kommen Kindheitserinnerungen auf. Wer bereits eigene Kinder hat, wird wohl beim traditionellen Laterne laufen mitmachen. Drachen steigen lassen geht bei einer frischen Herbstbrise am besten.

Kultur genießen

GESTERN ERÖFFNET: DAS MEER. Von der Romantik bis zur GegenwartDer Saal war voll, viele waren gekommen, um einen ersten...

Posted by Museum Kunst der Westküste on  Montag, 5. Oktober 2015

Für den einen ist es ein gutes Buch, die andere fiebert den vielen Kinostarts entgegen oder schaut mal wieder im Museum vorbei – und auch die Theater und Volkshochschulen sind bereits aus dem Sommerschlaf erwacht. Während sich das Leben im Sommer eher am Strand und auf Grillparties abspielte, ist der Herbst die beste Gelegenheit, Neues zu entdecken.

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