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ETSV-Kiel live auf shz.de : SHFV-Pokalfinale 2014: Auch der Verlierer füllt seine Kasse

vom

Beim SHFV-Pokalfinale zwischen ETSV Weiche Flensburg und Holstein Kiel fließen 20.000 Euro in einen Solidartopf. Das Spiel am Freitag überträgt shz.de live.

shz.de von
erstellt am 14.Mai.2014 | 11:37 Uhr

Kiel | Im Finale um den Landespokal geht es auch um das große Geld. Der Sieger der Partie Holstein Kiel gegen ETSV Weiche Flensburg am Freitag (20.30 Uhr) erhält als Teilnehmer am DFB-Pokal 100.000 Euro aus den Fernsehverträgen. So war es zumindest bisher. In diesem Jahr geht der Schleswig-Holsteinische Fußball-Verband (SHFV) neue Wege: Erstmals muss der Pokalsieger einen Teil der Einnahmen abgeben. 20.000 Euro fließen in einen Solidartopf. „Wir tun alles, um den Amateurfußball in Schleswig-Holstein zu stärken“, sagt Moritz Lufft, stellvertretender Geschäftsführer des SHFV. So erhält der unterlegene Finalist 10.000 Euro. Die zweite Hälfte wird an die Halb- und Viertelfinalisten sowie die Endspiel-Teilnehmer der Frauen verteilt. Die Fußballerinnen von Holstein Kiel und SV Henstedt-Ulzburg eröffnen den Pokalabend am Freitag im Holstein-Stadion schon um 17 Uhr.

Nach dem Ärger um die Tickets, auf denen jubelnde Kieler abgebildet  sind, verteidigte Lufft noch einmal die Vorgehensweise des Verbandes, das Ticketing an Holstein abzutreten: „Diese Karten sind viel komplexer als Kino-Tickets. Wenn wir das selbst übernommen hätten, wären Kosten von bis zu 5000 Euro auf uns zugekommen, die den Vereinen von den Einnahmen abgezogen worden wären.“ Lufft glaubt, dass man es nie allen Recht machen kann. „Wir können machen, was wir wollen, irgendjemandem gefällt es nicht. Hätten wir die Tickets neu gedruckt, hätte es geheißen, ihr gebt zu viel Geld dafür aus“, sagt er.

Ein Fußballfest wünscht sich Wolfgang Schwenke. Der Holstein-Geschäftsführer sagt: „Es ist uns wichtig, dass die Flensburger Fans sich im Holstein-Stadion wohlfühlen.“ Und er betont noch einmal, dass den Gästen „genau so viele Karten auf der Haupttribüne zustehen wie uns“. Der Vorverkauf läuft gut. 4000 Karten seien bis Dienstag abgesetzt worden, so Holstein-Pressesprecher Patrick Nawe. Mit dieser Zahl ist der SHFV zufrieden. „5000 wären eine tolle Sache“, sagt SHFV-Boss Hans-Ludwig Meyer.

Sportlich sind die Kieler klarer Favorit. „Von zehn Spielen gegen Holstein gewinnen wir vielleicht eins“, sagt der Flensburger Christian Jürgensen, der vor einem Jahr noch Holstein-Kapitän war. Kiels Trainer Karsten Neitzel machte gleich nach dem erreichten Klassenerhalt am Sonnabend mit dem 3:1 in Darmstadt klar: „Wir haben noch ein großes Ziel – den DFB-Pokal. Richtig gefeiert werden darf erst nach dem Spiel am Freitag. Dann ist Feuer frei.“ 

Probleme haben die Kieler auf der Torhüter-Position. Nach dem Ausfall von Niklas Jakusch (Meniskusriss) zog sich Maximilian Riedmüller im Spiel in Darmstadt eine schwere Muskelverletzung am rechten Oberschenkel zu. „Das ist ein Rückschlag für uns. Dennoch sind wir sehr optimistisch. Daniel Strähle hat in Darmstadt abermals bewiesen, dass er sofort voll da ist und man sich hundertprozentig auf ihn verlassen kann“, so Holsteins Sportlicher Leiter Andreas Bornemann über die Kieler Nummer drei im Tor.

Voller Vorfreude geht Daniel Jurgeleit in das „Alles-oder-Nichts-Spiel“. Weiches Coach war selbst jahrelang  Spieler, Co-Trainer und Sportdirektor bei Holstein. „Wir sehen schon unsere Chancen“, sagt der 50-Jährige. „Dafür müssen aber mehr als drei, vier Spieler ihre beste Leistung abrufen.“So etwas gab es im Amateurfußball noch nie: Am Freitag überträgt das TV-Team von shz.de das SHFV-Pokalfinale live ins Wohnzimmer. Wie bei einer Fernsehübertragung können die Zuschauer dann am Computerbildschirm verfolgen, wie die Regionalliga-Fußballer des ETSV Weiche Flensburg gegen den Drittligisten Holstein Kiel antreten. Ziel ist das Erreichen der ersten DFB-Pokalrunde der Saison 2014/2015.

Das shz.de-Team ist bei diesem Highlight der Saison für die Regionalliga-Fußballer mit vier Kameras im Holstein-Stadion vor Ort. Kommentiert wird das Pokalfinale von Jürgen Muhl, dem stellvertretenden Chefredakteur und Sportchef des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlags. Los geht es am Freitag um 20.30 Uhr auf shz.de.

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