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Eckernförde und Windebyer Noor : Vom Wald zum Noor zur Altstadt

vom
Aus der Redaktion der Eckernförder Zeitung

Eine Wandertour in Eckernförde hat viel zu bieten. Unsere Strecke führt um das Windebyer Noor, entlang dem Seeufer und durch die engen Gassen der Stadt.

shz.de von
erstellt am 29.Apr.2014 | 06:45 Uhr

Eckernförde | Natur erleben und den Hafen erkunden, Ostseeluft schnuppern und bummeln in der gemütlichen Altstadt: All das können Sie hier an einem einzigen Tag. Eckernförde ist eines der schönsten Städtchen Schleswig-Holsteins, gelegen in einer Landschaft voller Überraschungen. Unsere Wanderung führt zuerst um das Windebyer Noor, entlang dem Seeufer und durch üppige Wälder. Danach bewundern wir die Traditionssegler im Hafen und lassen uns von den engen Gassen der Altstadt verzaubern.

Die Karte als Download zum Ausdrucken (pdf)

Detailbeschreibung Teil I

Start:

Parkplatz „Festplatz“ am Kakabellenweg hinter dem Bahnhof > Auf dem Kakabellenweg rechts (nach Westen) abbiegen > Nach 250 m ändert die Straße ihren Namen und heißt jetzt Lorenz-von-Stein-Ring. Weiter folgen > Nach 430 m an Kreuzung halbrechts abbiegen in Straße Stolbergring > Nach 220 m an großem Kreisel auf Rad- und Fußgängerweg rechts abbiegen und diesem neben Autostraße folgen > Nach 790 an grünem Wegweiser „Wanderweg Noor“ nach rechts auf unbefestigten Weg abbiegen > Nach 100 m dem schmaler werdenden Weg (Pfad) nach links folgen entlang dem Ufer des Noor folgen > Nach 2 km Badestelle und Ausblick auf den „Weißen Stein“.

Tipp: Sehr schöner Wanderweg entlang des Noors, Naturbeobachtungen.

Detailbeschreibung Teil II

4 km  Badestelle am Noor:

Dem Weg nach links oben über die Treppe und dann weiter nach links folgen, zuerst Pfad, dann Plattenweg > Nach 450 m an Schutzhütte rechts abbiegen. Nach 40 m wieder rechts halten und auf altem Bahndamm zwischen zwei baumreihen (Pappeln) weiter > Nach 1,1 km an Schutzhütte rechts halten > Nach 1,3 km holzgeschnitzte Eule, 2 m hoch, rechts am Wegrand > Nach 450 m Wegkreuzung (Carlshöhe), dem Weg am Ufer weiter folgen > Nach 1,25 km Räucherei Noorfischerei. Nach links abbiegen, Flensburger Straße (Autostraße) überqueren und geradeaus neben Noorstraße Richtung Altstadt bis zum Hafenende > Nach 580 m am Hafenende.

Tipp: Sehr schöner Wanderweg auf altem Bahndamm.

Tipp: Zahlreiche Infotafeln entlang des alten Bahndamms.

Tipp: Holzgeschnitzte Eule am Wanderweg

Tipp: Räucherei Noorfischerei: Das 389 Hektar große und bis zu 14 Metern tiefe Windebyer Noor wird seit  1957 von der Familie Mahrt in dritter Generation bewirtschaftet. Ins Netz gehen Aale, Zander, Barsche, Karpfen und Maränen, die als Räucherfisch etwas für Genießer sind. In der Noorfischerei können auch Angelboote gemietet und Tageskarten für das Angeln vom Ufer aus gekauft werden.

Detailbeschreibung Teil III

9,2 km   Hafenende Eckernförde:

Weiter entlang Kaimauer rechts des Hafens > Nach 280 m rechts Rundsilo, links Holzbrücke über Hafen und Siegfried Werft. Weiter entlang Kaimauer > Nach 380 m rechts abbiegen und Kaimauer folgen > Nach 75 m links abbiegen auf Seesteg am Vorhafen. Am Leuchtturm vorbei bis zum Steg-Ende und zurück > Nach 400 m, am Ostsee-Info-Center, links abbiegen auf Strandpromenade und dieser Folgen oder am Strand gehen > Nach 440 m am Strand Skulptur „Meerjungfrau mit Krone“. Weiter auf Strandpromenade > Nach 150 m Touristinformation > 35 m zurück von Touristinfo und nach links abbiegen (Wegweiser Bahnhof/ZOB, Zentrum > Nach 150 m in Fußgängerzone rechts abbiegen > Nach 40 m links abbiegen (alternativ: Geradeaus gehen, um in Altstadt zu gelangen) > Nach 105 m auf Autostraße Reeperbahn. Diese überqueren > Nach 65 m Hauptbahnhof, weiter entlang Reeperbahn > Nach 250 m rechts abbiegen in Eisenbahnunterführung und weiter auf  Grüner Weg > Nach 170 m Flensburger Straße überqueren > Weiter auf Kakabellenweg. Nach 130 m am Parkplatz Festplatz.

Tipp: Maritimes Flair am Hafengelände.

Tipp: Besuch der Altstadt durch Stichstraßen überall im Hafengelände und an der Strandpromenade möglich.

Tipp: Altstadt: Vielseitige Gastronomie, Schöne Sträßchen, Shopping.

12 km   Parkplatz Festplatz, Kakabellenweg

 

Länge:   12 km

Anfangs- und Endpunkt:

Anreise mit PKW: Parkplatz Festplatz am Kakabellenweg, hinter Bahnhof

Anreise mit Bahn: Hauptbahnhof Eckernförde, Reeperbahn 54-58

An einem Parkplatz nahe dem Bahnhof beginnt unsere Entdeckertour. Kurz nach der letzten Eiszeit waren es zum See nur ein paar Meter – er war damals noch Teil der Eckernförder Bucht. Über die Jahrtausende jedoch haben Meeresströmungen einen Strandwall aufgeschoben, der das Noor von der Ostsee trennte. Knappe zwei Kilometer sind es jetzt bis zum Wasser – gerade recht, um uns warm zu laufen. Wenn wir dann das Ufer erreichen, scheint die Stadt mit ihrem Trubel weit entfernt. Der schmale Pfad zwingt uns in den Gänsemarsch. Einer hinter dem andern folgen wir den Windungen des Wegs und tauchen ein in eine ganz andere Welt. Links begleitet uns wucherndes Gestrüpp, aus dem das Konzert zahlreicher Singvögel tönt. Rechts können wir das Wasser erahnen, aber ein dichter Gürtel aus Schilf verwehrt uns den Blick. Kurze Zeit später öffnen sich Lücken zwischen den Halmen, und bald liegt das Noor frei vor uns. Schwäne gleiten lautlos durchs spiegelnde Wasser, ein paar Enten spielen „Schwänzchen in die Höh“. Weiter draußen balzen zwei verliebte Haubentaucher: Brust an Brust richten sie sich auf, schütteln die Köpfe und schlagen mit den Füßen aufs Wasser, dass es nur so spritzt.
 

Idylle am Windebyer Noor.
Idylle am Windebyer Noor. Foto: Hallstein

Weiter geht’s, direkt am See. Große Erlen ragen windschief über das Wasser, als wollten sie gleich hineinstürzen. Teilweise sind wir hier hinter Schilf verborgen, haben aber trotzdem freien Blick. Auf ein paar Steinen, nur wenige Meter vom Ufer, rasten völlig entspannt zwei Kanadagänse. Sie haben uns offenbar nicht entdeckt. Ein kleiner Sandstrand lädt im Sommer bei schönem Wetter zum Baden ein. Draußen ragt ein Findling, der „Weiße Stein“, pyramidenförmig über das Wasser. Auf seiner Spitze trocknet ein Kormoran seine Flügel. Als er uns bemerkt, fliegt er hektisch davon. Über eine Treppe verlässt unser Pfad jetzt erst mal den See. Mit herrlichem Blick über das Noor und die angrenzenden Wälder erreichen wir das Gut Schnaap. Ab hier verläuft der Noorwanderweg auf dem Damm der ehemaligen Kleinbahn Eckernförde-Owschlag. Durch sumpfigen Wald führt unsere Route sanft bergab zum Seeufer. An abgestorbenen Bäumen wachsen große Baumpilze. Ein Buntspecht hämmert Löcher ins Totholz, um leckere Larven zu erbeuten, während eine Etage tiefer ein Zaunkönig sein Balzlied schmettert. Der Weg wird breiter, wir nähern uns der Stadt. Als wir links abbiegen, um zum Hafen zu gelangen, dringt aus der kleinen Räucherei am Ufer ein verlockender Duft. Dort bietet der Noorfischer seinen heutigen Fang an: Forellen, Saiblinge, Maränen und Aale, alles frisch aus dem Rauch.

Sie besitzen ein mobiles Gerät mit GPS-Funktion ? Dann können Sie hier per Download die GPX-Daten abrufen:  Eckernfoerde_und_Windebyer_Noor_GPS.gpx (rechte Maustaste -> Ziel speichern unter ...) oder hier als Zip-Archiv für Internet-Explorer. (Die Verwendung von GPX-Dateien setzt die Installation einer GPX-Tracking-Software voraus).

Fünf Minuten später sind wir am Hafen von Eckernförde. Vom Hafenende fällt der Blick auf ein buntes Bild: Segelboote, Traditionssegler mit im Wind klappernder Takelage, Fischkutter und die roten Fahnen der Flaggenbojen. Das riesige Rundsilo, ein ehemaliger Getreidespeicher, gilt heute als eines der Wahrzeichen der Stadt. Gegenüber führt eine Fußgängerbrücke zu den roten Holzbauten der historischen Siegfried-Werft. An einem Kutter drängen sich die Käufer von Frischfisch, auf Restaurantschiffen genießen Touristen in der Sonne ihr Essen. Am Vorhafen machen wir auf dem Seesteg einen Abstecher hinaus zum rot-weißen Leuchtturm und wandern dann auf der Promenade ein Stück entlang des Sandstrands. So viel frische Luft macht hungrig. Wir nehmen Kurs auf die Altstadt, bummeln durch romantische Gassen und bewundern die vielen kleinen Läden. Vom Outdoor-Ausstatter bis zur Bonbonkocherei, hier findet man fast alles. Auch eine gemütliche Kneipe, in der wir unsere Wanderung zünftig ausklingen lassen.

Höhepunkte auf der Tour: Hier lohnt sich ein Besuch

1. Ostsee Info-Center

Wer wissen möchte, welche Fische in der Eckernförder Bucht  leben, kann sich die gefangenen Exemplare in den Fischernetzen  ansehen oder die lebenden Fische in den Aquarien und dem großen Fühlbecken im Ostsee Info-Center neben dem Seesteg an der  Hafenspitze anschauen. 

Jungfernstieg 110, 24340 Eckernförde; Tel.: 04351/726266, ganzjährig geöffnet, www.ostseeinfocenter.de

2. Siegfried-Werft

Direkt am Hafen von Eckernförde liegt die Schank- und Speisewirtschaft Siegfried-Werft, die früher als Schiffswert bekannt war. Heute ist auch ein Hotel integriert. Das unverkennbare Rot des Gebäudes spiegelt sich im Wasser des malerischen Fischerhafens. Es gibt norddeutsche und internationale Küche. Ein besonderer Tipp ist das Kakabellen Bier – ein frisch gebraut, bernsteinfarbig und ungefiltert naturtrüb. Vogelsang 12, 24340 Eckernförde; Tel.: 04351/7 5770, www.hotel-siegfried-werft.de.

3. Leuchtturm

Der alte Eckernförder Leuchtturm steht im Eckernförder Hafen. Er hat eine Bauhöhe von 12 Metern und eine Feuerhöhe von 11 Metern. Der neue Leuchtturm befindet sich einige Meter entfernt am Stadthafen bzw. Ostsee Infocenter. Der alte Eckernförder Leuchtturm wurde 1911 erbaut und hat bis 1981 seine Arbeit zuverlässig verrichtet. 1981 wurde er durch den neuen, aktuellen Leuchtturm ersetzt. In diesem Zuge wurde er von rot-weiß auf blau-gelb umgestaltet, um Verwechselungen zu vermeiden. Schiffbrücke, 24340 Eckernförde.

4. Bonbonkocherei

Ein süßes Vergnügen ist der Besuch der Bonbonkocherei, eine Attraktion für Touristen und Einheimische. Die Besucher erleben hautnah mit, wie aus heißer Rohmasse leckere Bonbon werden – ein Genuss für alle Sinne. Frau-Clara-Straße 22, 24340 Eckernförde; Tel. 04351/ 889986, www.bonbonkocherei.de.

5. Museum am Rathausmarkt

Alles über die Geschichte Eckernfördes hat das Museum am Rathausmarkt zusammengetragen. Die Schlacht von Eckernförde, die Entwicklung des Badelebens, die große Zeit der Fayencen, das kleine Elektromuseum oder die  Modelleisenbahnanlage von 1951 zeigen Eckernförder Wegmarken. Sehenswert sind auch die  hochkarätigen Sonderaustellungen. Rathausmarkt 8, 24340 Eckernförde; Tel. 04351/712547, www.museum-eckernfoerde.de.

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